Tagesordnungspunkt

TOP Ö 2: Standortanalyse zur Mensaplanung am Gymnasium-Remigianum in Borken:
Standortentscheidung Mensa

BezeichnungInhalt
Sitzung:03.03.2009   GS AKS/UPA/02/2009 Ausschuss für Kultur, Schule, Soziales und Sport, Umwelt- und Planungsausschuss 
Gremium:Umwelt- und Planungsausschuss 
Beschluss:Beschlussformulierung in der Sitzung
Vorlage:  T 2009/002 

 

Beschluss:

 

1.       Die Mensa des Gymnasiums Remigianum soll entsprechend dem Votum des Schulausschusses gem. der vorliegenden Kostenberechnung in Höhe von 1.325.350,00 Euro –brutto-
am Standort 2 (an den Sporthallenkomplex) für die Ausführungsplanung und die anschließende Ausschreibung vorbereitet werden.

 

2.       Die Mensa des Gymnasiums Remigianum soll gem. der vorliegenden Kostenberechnung in Höhe von 1.433.560,00 Euro –brutto-
am Standort 1 (auf dem Schulhofgelände) für die Ausführungsplanung und die anschließende Ausschreibung vorbereitet werden.

 

 


 

Stadtverordneter Bunse spricht sich für den Standort im Bereich der Turnhalle aus und verweist auf die aus seiner Sicht stichhaltigen Argumente, die die Lehrer in ihrem Schreiben selbst angeführt hätten wie etwa den ausbleibenden Platzverlust auf dem Schulhof, den gegebenen Regenschutz sowie die klaren Zugangsmöglichkeiten.

 

Stadtverordneter Klemm-Terfort äußert, dass ihn der Sinneswandel hinsichtlich der ursprünglich getroffenen Entscheidung für den Standort an der Turnhalle verwundere. Aus seiner Sicht gebe es keine geänderte Entscheidung zumal auch keine neuen Aspekte vorgelegt worden seien.

 

Stadtverordneter Josef Kipp erläutert, dass es möglich sein müsse, seine Entscheidung zu ändern, zumal für die Sitzung des Schulausschusses am 05.02.2009 der Inhalt des erst am 17.02.2009 bei der Verwaltung eingegangenen Schreibens der Schule mit Pro- und Contra-Gesichtspunkten nicht bekannt gewesen sei.

 

Stadtverordnete Gliem spricht sich für den Standort der Mensa auf dem Schulhofgelände aus, da dieser nicht nur aus städtebaulicher Sicht, sondern auch aus Sicht der Schüler der Bessere sei.

Gegen den Standort Turnhalle sprächen auch die zu erwartenden Lärm-Immissionen, für die sie gern Anhaltswerte hätte.

 

Stadtverordneter Börger erklärt, dass das Votum der Lehrer, die sich für den Standort Schulhof aussprächen, beachtet werden müsse.

 

Stadtverordneter Klemm-Terfort, bittet die Verwaltung zu erklären, welche neuen Informationen am 05.02.2009 noch nicht bekannt gewesen seien.

 

Technischer Beigeordneter Höving informiert, dass zu dem Zeitpunkt der Stadt Borken die zweite Seite des Schreibens, in der Vor- und Nachteile einander gegenüber gestellt wurden nicht vorgelegen habe. Die Vor- und Nachteile seien aber in der Schulausschusssitzung verwaltungsseitig vorgetragen worden.

Es sei so, dass die Lehrerschaft sich für den Standort Schulhof ausgesprochen habe.

Die Frage nach den Lärmauswirkungen dürfe man jedoch aufgrund der Erfahrungen mit neuen Baukonzepten, insbesondere bei geschlossenen Fensterfronten nicht überbewerten. An anderen Schulstandorten würden integrierte Mensenstandorte von den Nutzern sogar positiv aufgenommen.

Allerdings müsse man hier erkennen, dass die vorgestellte und im Schulausschuss vorberatene Planung an der Schule keine Akzeptanz ausgelöst habe.

Diesen Zwiespalt gelte es in der Abwägung aufzulösen.

 

Fachabteilungsleiter Gottlob weist ergänzend darauf hin, dass bei einer Realisierung des Bauvorhabens auf dem Schulhof dieser nicht mehr die für die Schülerzahl vorhandene Größe aufweise. Möglicherweise seien zukünftig noch weitere Finanzaufwendungen zu tätigen, die in der aktuellen Kalkulation keine Berücksichtigung gefunden hätten.

 

Stadtverordneter Kurt Kindermann trägt vor, dass der Wunsch der Schüler nach einem großen Schulhofgelände bestehe und daher der Standort der Mensa auf dem Schulhof kritisch zu bewerten sei. Weiterhin sprächen neben einer kostenbewussten Betrachtungsweise auch Sicherheitsaspekte dafür, die Mensa im Bereich der Turnhalle anzuordnen.

 

Stadtverordnete Evegret Kindermann ergänzt, dass die mit der Entscheidung verbundene Kostenfrage von der politischen Ebene zu verantworten sei und spricht sich für den Standort aus, an dem die Baumaßnahme günstiger zu realisieren sei.

 

Vorsitzender Flinks fasst die Redebeiträge zusammen und hält fest, dass es bei der Entscheidung keinen Königsweg gebe.

Es sei allerdings erforderlich eine Entscheidung zu treffen.

Aufgrund der stark differierenden Meinungsäußerungen schlage er vor, getrennt über beide Standorte abzustimmen.

 

 


 

Abstimmungsergebnis:                     zu 1.:            Ablehnung mit             6 Ja-Stimmen und

                                                                                                            13 Nein-Stimmen

                                                            zu 2.:            Annahme mit 13 Ja-Stimmen und

                                                                                                            6 Nein-Stimmen