Tagesordnungspunkt

TOP Ö : Stadtmuseum Borken
Feinkonzeption und weitere Arbeitsschritte
Regionale 2016 als Chance für Stadtmuseum und Stadtkern

BezeichnungInhalt
Sitzung:03.03.2009   GS AKS/UPA/02/2009 Ausschuss für Kultur, Schule, Soziales und Sport, Umwelt- und Planungsausschuss 
Gremium:Ausschuss für Kultur, Schule, Soziales und Sport 
Beschluss:geändert beschlossen
Vorlage:  V 2009/036 
DokumenttypBezeichnungAktionen
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Beschluss:

 

 

1.      Der Ausschuss nimmt die vorgelegte umfangreiche Feinkonzeption zur Kenntnis.

 

2.      Der Ausschuss befürwortet die Einrichtung eines Zentralmagazins mit den im Haushalt 2009 zur Verfügung stehenden Mitteln in den verfügbaren Kellerräumen der Duesbergschule, gegebenenfalls nach Rücksprache mit dem Kreis Borken in den Kellerräumen des Berufskollegs Borken.

 

3.      Der Ausschuss begrüßt eine eingehendere Prüfung, ob und in welcher Form das Stadtmuseum samt Marktplatz und De-Wynen-Platz als ein Regionale-Projekt entwickelt werden kann. Er beauftragt die Verwaltung, ein Angebot für eine Machbarkeitsstudie im oben beschriebenen Sinne einzuholen und den zuständigen politischen Gremien zur weiteren Beratung und Zustimmung vorzulegen.

 

4.      Der Ausschuss stimmt der vorgestellten Interimsnutzung des ehemaligen Cafés Flair zu.

 


 

Frau Wielebski erläutert ausführlich anhand einer Power-Point-Präsentation und der zuvor an die Ausschuss-Mitglieder  ausgegebenen Kompendiums die Feinkonzeption der neuen Dauerausstellung des Stadtmuseums Borken. Die Feinkonzeption beinhalte eine Museumsleitbild, definiere die angestrebten Alleinstellungsmerkmale innerhalb der Museenlandschaft des westlichen Münsterlandes und liefere thematische Aufrisse zu 15 Ausstellungsabschnitten.

 

Das Feinkonzept sei zwischen Grob- und Einrichtungskonzept anzusiedeln und beinhalte einen vorläufigen Entwurf für zwingend erforderliche Umbaumaßnahmen, um ein brauchbares Raumnutzungskonzept und eine schlüssige Besucherführung zu erzielen. Es liefere die Grundlage für alle weiteren Arbeitsschritte.

 

Die Entwicklung des ca. 150 Seiten umfassenden Kompendiums sei mit dem Heimatverein Borken in mehreren großen Gesprächsrunden in den Grundlinien erörtert und in zehn Arbeitssitzungen einer kleinen Runde detaillierter abgestimmt worden. Dieses Kompendium habe die ausdrückliche Zustimmung des Heimatvereinsvorstandes gefunden.

 

Herr Dr. Fasse geht in seinem Vortrag auf die Einrichtung eines Zentralmagazins und die REGIONALE 2016 als Chance für Stadtmuseum und Stadtkern ein.

 

Er weist darauf hin, dass es für die Umsetzung der Feinkonzeption eine zwingende Voraussetzung sei, ein fachgerechtes Zentralmagazin einzurichten, das die komplette Museumssammlung aufnehmen solle. Hierfür seien die bereits vom Museum genutzten Luftschutz-Kellerräume der Duesbergschule geeignet. Die zum Schutz der Sammlungsobjekte erforderliche klimatechnische Ertüchtigung der Räume, ein Entwesungs- und Restaurierungsplan und eine sachgerechte Einrichtung würden derzeit mit Unterstützung eines klimatechnischen Fachbüros konzipiert.  Das Zentralmagazin müsse während der Umbauzeit auch die im Museum zur Zeit gezeigten Ausstellungsobjekte aufnehmen und nach Neueinrichtung des Museums Aufnahmereserven für Neuerwerbungen von Sammlungsobjekten bieten.

 

Im Haushaltplan 2009 seien dazu 75.000 € vorgesehen und man halte eine Förderung des LWL-Museumsamtes in Höhe von 30 % für die vorgenannten Maßnahmen für möglich.

 

Herr Dr. Fasse erinnert an die Sitzung dieses Ausschusses am 04.11.2008, in der Dr. Knirim (Leiter des LWL-Museumsamtes) skizziert habe, welche Fördermöglichkeiten und Chancen die Regionale biete. Im Rahmen dieses Programms, das bereits im Frühjahr 2010 seine Arbeit aufnehme, sei eine Landesförderung in Höhe von ca. 70 % zu erzielen. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe habe in diesem Zusammenhang seine kontinuierliche Unterstützung zugesagt.

 

Anschließend zeigt die Grabungsleiterin Frau Diekmann anhand einer Power-Point-Präsentation Fotos von Fundstücken aus den archäologischen Grabungen in Borken. Diese Fundstücke aus nicht weniger als 220 Fundorten im Stadtgebiet, die zum Teil bereits im Westfälischen Landesmuseum für Archäologie in Herne ausgestellt worden seien, sollten mit dazu beitragen, dem Stadtmuseum künftig ein unverwechselbares Profil zu geben. Sie weist anschließend auf die zuvor ausgeteilte Dokumentation hin.

 

Bürgermeister Lührmann weist darauf hin, dass die stadtgeschichtliche Ausstellung einer dringenden Überarbeitung bedürfe, unabhängig davon, ob eine kleine oder große Lösung angestrebt werde. Bei einer kleinen Lösung sei eine Förderung durch den Landschaftsverband Westfalen-Lippe aber eher nicht zu erwarten. Eine Zustimmung zur Feinkonzeption durch die politischen Gremien sei aber unbedingt notwendig, um entsprechende Planungen weiterführen zu können.

 

Auf Nachfrage teilt Herr Dr. Fasse mit, dass neben dem Heimarverein Borken auch die Heimatvereine der Ortsteile mit eingebunden seien und die Besonderheiten dieser Ortsteile auch ihren Niederschlag in den Ausstellungen finden würden.

 

Frau Rytz möchte wissen, ob man dem Beispiel des Stadtmuseums Rheine folgen könne, durch einen Beschluss der politischen Gremien die Aufgaben dem Team des Stadtmuseums übertragen zu können, ohne dass sich die politischen Gremien dann mit jeder „kleinen Geschichte“ befassen müssten.

 

Bürgermeister Lührmann teilt dazu mit, dass man diesem Beispiel durchaus folgen könne, Entscheidungen über finanzielle Dinge allerdings einer Beratung und Entscheidung den politischen Gremien vorbehalten blieben.

 

Herr Queckenstedt ist der Auffassung, dass eine Feinkonzeption nicht ohne das Wissen um ein Gesamtraumkonzept ( z. B. Nutzung des ehemaligen Cafe Flair) machbar sei.

 

Frau Haupt schlägt vor, über den Kreis Borken zu prüfen, ob Kellerräume im Berufskolleg Borken evtl. als Magazin-Räume zur Verfügung stehen könnten.

 

Herr Klaus bittet darum, in dem Beschlussvorschlag zu Ziffer 3 das Stadtmuseum samt Marktplatz und de-Wynen-Platz nicht als das „Regionale-Projekt“ zu kennzeichnen und den Zusatz „als ein Regional-Projekt“ einzufügen. Man solle sich die Möglichkeit erhalten, auch andere Projekte entwickeln zu können.

 

Bürgermeister Lührmann bittet um Zustimmung, ein Angebot für eine Machbarkeitstudie einholen zu können, dass dann in den politischen Gremien geprüft und diskutiert werden könne. Anschließend könne diese Studie in einen Antrag um Aufnahme in das Programm der Regionale führen.  Anfang 2010 müssten Projekte für die Regionale beantragt werden.

 

Herr Queckenstedt weist erneut auf die mögliche gastronomische Nutzung des ehemaligen Cafe Flair als Museums-Cafe hin. Seiner Ansicht nach sei es daher nicht sinnvoll, die im Herbst vergangenen Jahres mit erworbene Einrichtung zu entfernen.

 

Herr Bonin stimmt dieser Auffassung zu, ein Museums-Cafe könne seiner Ansicht nach sogar ein Pluspunkt für die Bewerbung zur Regionale sein.

 

Frau Brigitte Ebbing hält die Anzahl der am Marktplatz befindlichen Cafe´s für völlig ausreichend.

 

Bürgermeister Lührmann teilt dazu mit, dass er auch aufgrund der Raumknappheit eine gastronomische Nutzung nicht für sinnvoll halte.

 

Herr Queckenstedt möchte wissen, ob die Nutzung des Textilgeschäftes in der Passage z. B. für die Tourist-Info denkbar sei.

 

Bürgermeister Lührmann teilt darauf hin mit, dass das Ladenlokal nur zu mieten sei und dies aus seiner Sicht wenig Sinn mache.

 

Im Zusammenhang mit künftigen möglichen Angeboten im Stadtmuseum weisen Herr Klaus und Herr Queckenstedt darauf hin, dass nach ihrer Ansicht das Arbeiten mit Bleisätzen für Kinder verboten sei.

 

Herr Dr. Fasse sagt eine Prüfung durch die Verwaltung zu.

 

Frau Kranenburg informiert darüber, dass einige ihrer Kunden die späte Öffnungszeit des Stadtmuseums erst ab 15:00 Uhr bemängeln würden.

 

Herr Dr. Fasse teilt dazu mit, dass erweiterte Öffnungszeiten nur mit hauptamtlichem Personal zu leisten seien.

 

 

 

Herr Klemm-Terfort bittet darum, den Beschlussvorschlag unter Ziffer 1 dahingehend zu ändern, dass der Begriff „zustimmend“ zu entfernen sei. Die Politiker müssten zunächst Gelegenheit haben, das umfangreiche Dokument zur Feinkonzeption studieren und in den Fraktionen beraten zu können. Der Ausschuss ist damit einverstanden.

 

 

Frau Brigitte Ebbing beantragt den Beschlussvorschlag unter Ziffer 3 dahingehend zu ändern, dass der Begriff „Zustimmung“ zu entfernen sei.

 

 

Abstimmungsergebnis:                     - Ablehnung bei 1 Ja-Stimme, 3 Enthaltungen und

11 Nein-Stimmen -

 

 


 

Abstimmungsergebnis:                     - einstimmige Annahme -

 

 

 

Frau Brigitte Ebbing beantragt über den zuvor in der Sitzung ausgeteilten Antrag der UWG vom 16.02.2009 abzustimmen.

 

Der Antrag ist der Niederschrift als Anlage beigefügt:

 

 

Abstimmungsergebnis:                     - Annahme bei 9 Ja-Stimmen und 3 Enthaltungen -