Tagesordnungspunkt

TOP Ö 5: Städtebauliches Nutzungskonzept für das Areal zwischen ehemaliger Bahnlinie und Gutenbergstraße in Burlo
Vorschläge zur möglichen Ausweitung von Gewerbeflächen, Wohnbauflächen und Ausweisung einer Festplatzfläche

BezeichnungInhalt
Sitzung:30.06.2004   UPA/06/2004 
Beschluss:geändert beschlossen
Vorlage:  V 2004/082 
DokumenttypBezeichnungAktionen
Dokument anzeigen: Vorlage Dateigrösse: 17 KB Vorlage 17 KB
Dokument anzeigen: anl01_plan,1seite Dateigrösse: 146 KB anl01_plan,1seite 146 KB

Beschluss:

Die Verwaltung erhält den Auftrag,

 

1.) einen Bebauungsplan zu entwickeln mit den Planungszielen

a.) Ausweisung einer Erweiterungsfläche für einen vor Ort bereits vorhandenen

     Speditionsbetrieb

b.) Ausweisung einer weiteren GE-Fläche und dem Ziel einer Festplatz-Nutzung

c.) Ausweisung einer Fläche zur Schaffung von Wohnraum im Bereich der Gaststätte

     Dahlhaus

 

2.) die Kosten für den Grunderwerb und für die Schaffung eines Festplatzes zu ermitteln

3.) mit dem Speditionsbetrieb die Übernahme der Erweiterungsfläche zu klären und

4.) mit dem Schützenverein Fragen der Kostenübernahme für den Festplatz

     einschließlich weitgehender Eigenleistungen abzustimmen.


Technischer Beigeordneter Höving verweist inhaltlich auf die letzte Sitzung des Umwelt-, Planungs-, Bau- und Vergabeausschusses, in der die Verwaltung beauftragt wurde, für das Areal zwischen ehemaliger Bahntrasse, Pater-Arnold-Straße, Gutenbergstraße und vorhandenes Gewerbegebiet BU 10 ein städtebauliches Nutzungskonzept zu erarbeiten. Auslöser seien der Antrag des Herrn Dahlhaus, an der Pater-Arnold-Straße ein Wohnhaus errichten zu wollen, sowie der Wunsch des örtlichen Schützenvereins nach einem größeren Festplatz. Zudem sei in der Planung eine Erweiterungsfläche für die angrenzende Spedition zu berücksichtigen. In der folgenden Diskussion gehe es darum, abzuwägen, ob das geplante Gewerbegebiet durch das beantragte Wohnhaus eingeschränkt werden soll.

 

Fachabteilungsleiter Effkemann stellt zunächst anhand einer Folie die drei möglichen Standorte des Schützenfestplatzes vor. Hierzu seien bereits Gespräche mit dem Staatlichen Umweltamt Herten geführt worden. Der Standort Ecke Schwarzer Weg/ Wöstenstiege sei aufgrund der Nähe zur Streusiedlung und der bewegten Topographie am problematischten. Daher werde von Seiten der Verwaltung einer der Standorte im Plangebiet favorisiert.

 

Anschließend stellt Fachabteilungsleiter Effkemann die drei erarbeiteten Varianten (s. Anlage) vor. Die Varianten I und II weisen eine Teilfläche an der Pater-Arnold-Straße als Mischgebiet aus, Variante III sieht dagegen das komplette Plangebiet als gegliedertes Gewerbegebiet vor, so dass das Gewerbegebiet in seiner Ausnutzung nicht so stark eingeschränkt sei. Diese Variante ließe für das Grundstück Dahlhaus lediglich ein Betriebsleiterwohnhaus zu. Fachabteilungsleiter Effkemann weist zudem darauf hin, dass Variante II aufgrund der Besitzverhältnisse nur schwierig realisierbar sei.

 

Vorsitzender Flinks merkt an, dass es in der heutigen Sitzung nicht um eine abschließende Beschlussfassung gehe. Vielmehr sollte sich der Ausschuss dazu bekennen, sowohl das Wohnhaus Dahlhaus und den Festplatz als auch die Arrondierung des Gewerbegebietes realisieren zu wollen.

 

Stv. Finke spricht sich für die Variante III aus. Das Wohnhaus sei seiner Meinung nach trotz des unmittelbar angrenzenden Festplatzes realisierbar. Er fragt nach, ob für den Festplatz nicht ein Standort im Außenbereich möglich sei.

 

Bürgermeister Lührmann betont, dass ein neuer Festplatz gesucht wird, da es beim derzeitigen Standort Probleme mit den Anliegern gäbe. Es lägen zwar derzeit keine Beschwerden vor, die Stadt Borken müsse aber langfristig einen neuen Standort suchen, der die vorhandene Lärmproblematik ausschließt. Zunächst müsse geprüft werden, ob die Flächen zu einem vertretbaren Preis erworben werden können und der Festplatz von den Kosten her überhaupt finanzierbar sei.

 

Stv. Plaßmann favorisiert die Variante I. Eine Verlagerung des Schützenfestplatzes sei sinnvoll und sollte bis zum Jubiläum 2007 abgeschlossen sein. Die Stadt Borken müsse den Grundstückseigentümern im Rahmen der Grundstücksverhandlungen deutlich machen, dass an diesem Standort keine Wohnnutzung möglich sei, so dass keine erhöhten Preisvorstellungen entwickelt werden.

 

Stv. Klemm-Terfort spricht sich für die Variante III aus und fragt nach der Genehmigungsfähigkeit eines Betriebsleiterwohnhauses. Diese sei nach Auskunft des Fachabteilungsleiters Klein-Bösing aufgrund der Größe und der Struktur des Betriebes eher auszuschließen.

 

Stv. Saatkamp sieht den Vorteil der Variante I darin, dass der Festplatz zu der Wohnbebauung einen größeren Abstand habe. Sie möchte wissen, ob eine konkrete Erweiterung des Speditionsbetriebes anstehe. Ihrer Meinung nach müsse geprüft werden, ob nicht ein Alternativstandort im nördlich gelegenen Gewerbegebiet für den Festplatz geeigneter sei.

 

Fachbereichsleiter Schnelting erläutert, dass es in Burlo sehr wenige Möglichkeiten gäbe, in der Nähe des Ortes einen Festplatz zu entwickeln. Der Spediteur habe einen erheblichen Bedarf an Erweiterungsflächen, der einen Zukauf von neuen Flächen erforderlich mache.

 

Stv. Melis spricht sich vehement für Variante I aus, da diese allen Ansprüchen gerecht werde.

 

Stv. Klemm Terfort interessiert, ob die Ausweisung des Mischgebietes vorweg möglich sei.

 

Vorsitzender Flinks betont, dass hier ein Gesamtkonzept zur Lösung aller Probleme erforderlich sei. Er trägt folgenden Beschlussvorschlag vor:


Abstimmungsergebnis:              

Einstimmige Annahme