Tagesordnungspunkt

TOP Ö 2: Weiteres Verfahren zur künftigen Nutzung des städtischen Grundbesitzes im Bereich der "Heidener Straße" (ehemals Firma Bierbaum)

BezeichnungInhalt
Sitzung:01.10.2003   UPA/08/2003 
Beschluss:ungeändert beschlossen
Abstimmung: Ja: 12, Nein: 1
Vorlage:  V 2003/147 

Beschluss:

 

Die Vorlage wird zustimmend zur Kenntnis genommen.


Technischer Beigeordneter Höving erläutert ausführlich die Vorlage und teilt mit, dass bei einer gezielten Abfrage örtlicher und regionaler Wohnungsbaugesellschaften und Projektentwickler hinsichtlich einer Vermarktung der 4 ha großen Fläche keine Interessenten gefunden wurden. Aus diesem Grunde würde er vorschlagen, überregional eine Investorenabfrage per Annonce durchzuführen, um Investoren oder Unternehmen zu finden, die bereit seien, das gesamte Areal zu übernehmen und zu entwickeln. Sollte kein Interessent gefunden werden, müsse das Areal von der Stadt aufbereitet werden und in Teilabschnitten abverkauft werden.

 

Stv. Bunse teilt mit, dass die SPD-Fraktion Planungen, die einen Tunnel vorsehen, nicht mittragen könne. Mit den übrigen Punkten der  Ausschreibung sei sie einverstanden und bittet um folgende Änderung des Beschlussvorschlages: “Die Vorlage wird zu Kenntnis genommen”.

Des Weiteren erkundigt er sich nach einem Realisierungskonzept und spricht sich für die Durchführung eines Ideenwettbewerbes aus.

 

Auch Stv. Klemm-Terfort spricht sich gegen die Weiterplanung der Südumfahrung aus; diese sei nachteilig für die Vermarktung des Areals. Einer überregionalen Investorenabfrage per Annonce stimmt er zu.

 

Stv. Saatkamp spricht sich für die Durchführung eines städtebaulichen Ideenwettbewerbes aus. Wenn die Entwicklung des Areals an einen Investor abgegeben werde, hätte die Stadt keine Möglichkeit der Einflussnahme. Des Weiteren halte sie es ebenfalls für sehr schwierig, das gesamte Areal zu vermarkten und spricht sich für eine Vermarktung des Areals in Teilstücken aus. Auch sollten Teile des Areals für Kultur und Schulbauten freigehalten werden.

 

Technischer Beigeordneter Höving führt dazu aus, dass die Nutzungskonzeption und die alternativen Erschließungsvorschläge der städtebaulichen Rahmenplanung sehr detailliert seien und auch an einer Marktfähigkeit ausgerichtet seien. Er empfehle, aufbauend auf der sog. städtebaulichen Rahmenplanung, sich später städtebauliche Detailentwürfe erarbeiten zu lassen oder einen städtebaulichen Realisierungswettbewerb durchführen zu lassen. Der richtige Zeitpunkt sei der, wenn entsprechende Investoren oder Projektentwickler benannt werden können. Die Stadt steuere den erforderlich werdenden Bebauungsplan, um städtebauliche Ansprüche festzuschreiben.

 

Ein städtebaulicher Ideenwettbewerb konkretisiere schon bekannte und auch mehrheitlich abgelehnte Ideen wie z.B. die Errichtung eines Museums mit Konzerthalle oder die Konzentration von städtischen Sport- und Kultureinrichtungen etc. oder liefere neue Ideen, die möglicherweise nicht an den zzt. sehr schwierigen Grundstücks- u. Wohnungsmarktbedingungen ausgerichtet seien.

 

Vorsitzender Flinks weist darauf hin, dass es sich um eine sehr hochwertige Fläche handele und erst einmal abgewartet werden müsse, wie die Resonanz auf die überregionale Annonce sein wird.

 

Stv. Klemm-Terfort fragt nach, ob einige Baukörper der Firma Bierbaum stehen bleiben können, damit die Historie nicht ganz vergessen werde. Des Weiteren spricht er sich dafür aus, die Vermarktung durch die Stadt vornehmen zu lassen.

 

Technischer Beigeordneter Höving weist dazu darauf hin, dass die Gebäude architektonisch uninteressant und nicht erhaltenswert seien. Daher solle der Bereich komplett überplant werden.

 

Bürgermeister Lührmann weist darauf hin, dass die Stadt diesen hochwertigen Bereich gekauft habe, um ihn anspruchsvoll zu entwickeln und zu vermarkten. Er erinnert an den Kaufpreis und daran, dass entsprechende Einnahmen erzielt werden müssen.


Abstimmungsergebnis:

 

Annahme mit einer Gegenstimme