Tagesordnungspunkt

TOP Ö 3: Bebauungsplan BO 67 "Böltingsweg" - Vorstellung des Vorentwurfs zum Bebauungsplan/Beschluss zur frühzeitigen Bürgerbeteiligung und der Träger öffentlicher Belange gemäß §§ 3 (1) und 4 (1) BauGB

BezeichnungInhalt
Sitzung:09.07.2003   UPA/06/2003 
Beschluss:geändert beschlossen
Vorlage:  V 2003/108 

Beschluss:

 

Der Ausschuss nimmt die Ausführungen der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis.

 

Auf der Grundlage des vorgestellten Gestaltungsentwurfes und des Bebauungsplan-Vorentwurfes BO 67 “Böltingsweg”, ergänzt durch die Anregungen zu parziellen Sonderbauformen und der Möglichkeit zum Erhalt bzw. zur Einbindung von Teilen der Hofstelle Jünck, wird die Verwaltung beauftragt, die frühzeitige Bürgerbeteiligung und die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange gemäß der §§ 3(1) und 4(1) BauGB durchzuführen.

 

Die Ausbauplanung zur Weseler Landstraße wird nicht verändert.


Anhand einer PowerPoint-Präsentation weist Fachabteilungsleiter Effkemann u.a. darauf hin, dass jeder Realisierungabschnitt in Hovesath eine eigene Identität erhalten und keine uniforme Wohnbauentwicklung entstehen soll. Er erläutert die Planungsziele, wie z.B. die Entwicklung eines in sich geschlossenen Wohnquartiers und eines überschaubaren, abgestuften und orientierungsleichten Erschließungsnetzes für alle Verkehrsarten. Nachdem er auf die Bestandssituation eingegangen ist, erläutert er die Rahmenbedingungen zur weiteren Entwicklung.

 

Besonders hervorgehoben wird eine II-III-geschossige Baugruppe, die im Übergangsbereich zum Realisierungsabschnitt IV angeboten werden soll, um somit eine “städtebauliche Betonung” zu erreichen. Entsprechendes Bildmaterial verdeutlicht dieses Planungsziel.

 

Durch verstärkte Bauberatung in Verbindung mit relativ offenen gestalterischen Vorgaben sollen hier gute Architekturlösungen gefunden werden.

 

Stv. Zurhausen spricht sich dafür aus, den Baumbestand der Weseler Straße auf jeden Fall zu erhalten und Stv. Plaßmann führt ergänzend dazu aus, dass der entstehende Ziel- und Quellverkehr über die Weseler Landstraße abgeleitet werden müsse. Dies sei mit dem jetzigen Ausbaustandard der Straße nicht möglich. Hinsichtlich der Umbaumaßnahme der Weseler Landstraße spricht er sich für den Erhalt der Bäume aus.

 

Stv. Saatkamp spricht sich für den Erhalt der Allee aus. Die Weseler Landstraße müsse so ausgebaut werden, dass eine gefahrlose Nutzung der Straße von schwächeren Verkehrsteilnehmern möglich sei. Querungsstellen müssten besonders gestalterisch betont werden.

 

Im Quartier Hovesath sollen zukünftig ca. 4.500 Menschen leben. Aus diesem Grunde vermisst die Stv. Kindermann die sozialen Komponenten, wie z.B. Bolzplätze u.ä. und möchte gerne wissen, ob sich die diesbezüglichen Probleme in den Gebieten BO 64 und 65 erledigt haben.

 

Technischer Beigeordneter Höving führt dazu aus, dass über den Bebauungsplan ausreichende Angebote gemacht werden und diese auch baulich umgesetzt werden. Es gäbe ausreichend Spiel- und Bolzflächen in den Grünzügen und der Siedlungsentwurf berücksichtige kleine Stichstraßen und Wohnhöfe und kleinteilige Wohnbebauung, in der Nachbarschaften schnell entstehen können.  Das schnelle Bevölkerungswachstum führe in einigen Bereichen unweigerlich auch zu Schwierigkeiten untereinander. Aus diesem Grunde wurde bereits ein Bürocontainer aufgestellt, in dem 3mal wöchentlich vom Jugendamt Sprechstunden abgehalten werden. Es finde aktive Jugendarbeit statt. Er verweist auf das Tunnelprojekt “Lange Stiege”.

 

Stv. Saatkamp fragt nach, ob in dem geplanten Bereich auch andere Bauweisen als bisher üblich möglich seien und ob der geplante Spielplatz nicht mehr in die Mitte angelegt werden könne, da er dann lärmgeschützter wäre. Auch möchte sie gerne wissen, ob der Grünzug als Mulde zur Aufnahme von Regenwasser genutzt werden könne und ob zusätzliche Haltestellen eingerichtet werden.

 

Sachbearbeiter Dahlhaus führt hinsichtlich der Spielplatzanlegung aus, dass aktive Schallschutzmaßnahmen zur B 67 n vorgesehen seien und die Kinder somit nicht betroffen werden. Des Weiteren sei die Anlegung von Spielpunkten im Rahmen der Grüngestaltung allgemein vorgesehen.

 

Hinsichtlich der Regenwasseraufnahme führt Fachbereichsleiter Mehl aus, dass bei einer Gesamtüberprüfung festgestellt wurde, dass eine Versickerung des Regenwassers leider nicht möglich sei, da der Grundwasserstand sehr hoch ist. Das anfallende Regenwasser werde über Rohre in das Regenrückhaltebecken BO 64/65 eingeleitet.

 

Fachabteilungsleiter Effkemann sieht durchaus Chancen, neben der eher traditionellen Bauweise auch in bestimmten Zonen des Gebietes innovative Architekturlösungen zu ermöglichen.

 

Stv. Kindermann spricht sich für die Freihaltung von Grünflächen für Jugendliche aus und Technischer Beigeordneter Höving weist darauf hin, das der Bebauungsplanentwurf Freiflächen vorsehe. Es stünden drei Grünverbindungen zur Verfügung. Er verweist auf das kirchliche Gemeindezentrum, in dem auch Jugendbegegnung stattfinden soll. Die Kirche habe sich zum Bauzeitpunkt aber nicht geäußert.

 

In Bezug auf zusätzliche Bushaltestellen führt Fachabteilungsleiter Effkemann aus, dass dieses Thema im Detail noch besprochen werden müsse.

 

Stv. Bunse spricht sich für die Schaffung von Kommunikationsräumen aus. Er schlägt vor, die ehemalige Hofstelle Jünck zu einer Jugendbegegnungsstätte mit Grillplatz u.ä. umzubauen.

 

Vorsitzender Flinks verweist diesen Vorschlag an den Ausschuss für Jugend und Familie.


Abstimmungsergebnis:

 

Einstimmige Annahme