TOP Ö 4.1: Knotenpunkt Ahauser Str. / Raiffeisenstr.

Beschluss:

 

Die von der Verwaltung vorgestellte Vorentwurfsplanung für die Neuordnung des Knotenpunktes Ahauser Str. / Raiffeisenstr. wird vom Ausschuss grundsätzlich befürwortet und bildet somit die Grundlage für die weitere Detailplanung in diesem Quartier. Die Vorentwurfsplanung ist mit dem Landesbetrieb Straßenbau in Coesfeld abzustimmen. Auf dieser Grundlage soll der Kreisverkehrsplatz  kurzfristig realisiert werden, wenn der Rat die Entscheidung für die Neuordnung der Grundstückssituation trifft.

 

Die Ausführung der Beschlüsse zu 4.1 und 4.2 soll erfolgen, sobald die benötigten Mittel im Haushaltsplan bereitgestellt wurden. Fördermöglichkeiten sind im Vorfeld abzuprüfen.


Fachabteilungsleiter Effkemann weist darauf hin, dass dieser Knotenpunkt besonders in den stark belasteten Stunden ein neuralgischer Punkt ist. Zur Vermeidung des hier üblichen Rückstaus wird verwaltungsseitig die Anlegung eines Kreisverkehrsplatzes als vernünftige Lösung angesehen. Bezüglich des hierfür notwendigen Flächenbedarf wurden bereits mit den angrenzenden Grundstückseigentümern Gespräche geführt, deren Ergebnisse die Realisierbarkeit einer solchen Lösung als möglich erscheinen lassen. In diesem Falle müsse die Raiffeisenstr. etwa ab der Zufahrt zum Lidl-Markt in südlicher Richtung verlegt werden. Hierdurch würde sich auch die Erschließungssituation und die Nutzungsmöglichkeit der angrenzenden Grundstücke deutlich verbessern. Seitens der UWG-Fraktion im Rat der Stadt Borken sei vorgeschlagen worden, die vorhandene Raiffeisenstr. und die Straße "An der Nordbahn" als Einbahnstraßen zu nutzen um so zu einer besseren Verteilung des Verkehrs zu kommen. Er erinnert an die Aussage des Herrn Radder, in diesem Bereich keine zusätzlichen Anbindungen mehr vorzusehen. Dies gelte auch für eine zusätzliche Anbindung über die ehemalige Bahntrasse. Verwaltungsseitig wird zur Vermeidung von Rückstaus die Nutzung der Raiffeisenstr. und der Straße "An der Nordbahn" als gegenläufige Einbahnstraßen zum und vom Ramsdorfer Postweg abgelehnt. Statt dessen sollte die Straße "An der Nordbahn" nur fußläufig genutzt werden, wobei die zwei vorhandenen Anlieger ihre Zufahrt zur Ahauser Str. behalten würden.

 

Sodann erläutert Fachabteilungsleiter Effkemann die vorliegende Ausbauskizze. Er geht auf die Verlegung der Raiffeisenstr. ein; spricht die rückwärtige Anbindung der derzeitigen Brachflächen als Gewerbeflächen über die Privatzufahrt der Mühle an und erläutert den bei der Realisierung notwendigen Eingriff in die vorhandene Bausubstanz. Durch die Umplanung wird sich eine Verbesserung der baulichen Entwicklung in diesem Bereich ergeben.

 

Auf die Frage des Vorsitzenden Flinks nach der Leistungsfähigkeit des geplanten Kreisverkehrsplatzes teil Fachbereichsleiter Mehl mit, dass die Leistungsfähigkeit des  Kreisverkehrsplatz bei 10. bis 14.000 Pkw-Einheiten gegeben ist.

 

Technischer Beigeordneter Höving stellt klar, dass der Vorschlag der UWG-Fraktion mit der Anbindung der ausgebauten Straße "An der Nordbahn" und der zusätzlichen Straße über die ehemalige Bahntrasse an die Landesstraße ein neuer Kreuzungspunkt ausgebildet werden müsste. Bei dieser Konstellation würde zwangsläufig der Verkehrsfluss zwischen den 3 Kreuzungsbereichen nicht mehr gegeben sein.

 

Vorsitzender Flinks stellt die Frage nach der finanziellen Machbarkeit.

 

Technischer Beigeordneter Höving ist der Meinung, dass beide Kreisverkehrsplätze nicht in einem Haushaltsjahr zu realisieren sind und auch noch Fördermöglichkeiten ausgelotet werden müssen. Aus diesem Grunde sollte der mit ca. 300.000,- €uro veranschlagte Kreisverkehrsplatz Ahauser Str. / Raiffeisenstr. im Hinblick auf die geplante Teilaussiedlung der RCG vorrangig gesehen werden. Der große Kreisverkehrsplatz Nordring / Heidener Str. könne dann zeitlich versetzt folgen.

 

Stv. Baumgarten sieht ebenfalls eine Priorität für den Kreisverkehrsplatz Ahauser Str. / Raiffeisenstr..

 

Nach einer weiteren kurzen Diskussion lässt Vorsitzender Flinks wie folgt abstimmen:


Abstimmungsergebnis:              

 

Einstimmige Annahme