TOP Ö 8: Weiterentwicklung und Finanzierung der Remigius Bücherei Borken

Beschluss:

1. Umwandlung der Stelle EG6 nach EG 9b:

Der Ausschuss für Kultur, Schule und Sport stimmt der Umwandlung einer Stelle von EG 6 nach EG 9b im Stellenplan der Bücherei zu.

2. Änderung des Finanzierungsverhältnisses auf 90/10

Der Ausschuss für Kultur, Schule und Sport empfiehlt die finanziellen Änderungen mit in die Haushaltsberatungen aufzunehmen. Konzeptionelle und räumliche Fragen werden parallel im Jahr 2020 im Projekt Dritte Orte weiterverfolgt.


Der Ausschussvorsitzende Queckenstedt begrüßt Frau Hoves und Herrn Ladermann.

 

Frau Hoves stellt ausführlich die Arbeit der Bücherei anhand einer medienunterstützten Präsentation dar.

 

Die Fraktionen bedanken sich für den ausführlichen Vortrag.

 

Frau Hoves beantwortet die Fragen der Ausschussmitglieder zur Präsentation.

 

Herr Ladermann erklärt auf die Frage der geringeren Beteiligung von nur noch 10%, dass rückblickend in den 70er Jahren die Remigius-Bücherei ein Vorbild für umliegende Büchereien gewesen sei. Durch den guten Zulauf habe sich die Stadt Borken seinerzeit mit einem hohen Anteil an den Kosten für die Remigius-Bücherei beteiligt, um ihrer Pflicht, eine Bibliothek unterhalten zu müssen nachzukommen.

Die finanzielle Situation der Kirchengemeinde sei aufgrund der steigenden Kita-Plätze und des Kita-Ausbaus sowie stagnierender Kirchensteuer nicht mehr vergleichbar mit der in früheren Zeiten. Zudem habe die Kirchengemeinde St. Remigius sich bei der Flüchtlingshilfe stark eingesetzt. Daher sei die Kirchengemeinde gezwungen, ihre Zuschüsse zu deckeln. Die Kirchengemeinde schätze die Arbeit der Bücherei jedoch sehr und wolle auch weiterhin als Träger fungieren.

 

Frau Kindermann sehe die Kirchengemeinde St. Remigius weiterhin in der Pflicht, sich finanziell zu beteiligen.

 

Frau Krüger möchte wissen, ob die Stelle aufgrund von Neubesetzung umgewandelt werde oder ob vorhandenes Personal fortgebildet werde.

 

Frau Hoves erklärt, dass die Stelle der stellv. Leitung durch Verrentung vakant sei. Diese Stelle werde intern nachbesetzt. Die freie Stelle solle mit einem/einer Medienpädagoge/in neu besetzt werden.

 

Bürgermeisterin Schulze Hessing bedankt sich bei Frau Hoves für den ausführlichen Bericht über die Arbeit der Bücherei und den Einblick in den vielfältigen Bildungs- und Kulturauftrag, den die Bücherei habe. Sie erklärt, dass es Gespräche mit dem Bibliotheksausschuss gebe, die sich mit dem Thema der Verortung und den Räumlichkeiten und damit mit der Zukunft der Bücherei befasse. Der Rückgang der finanziellen Beteiligung von St. Remigius solle durch die Stadt Borken aufgefangen werden.

 

Herr Kindermann ist dankbar für die ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen und erkundigt sich nach dem in der Vorlage erwähnten Sanierungsstau. Im Jahr 2017 sei bereits Geld geflossen.

 

Bürgermeisterin Schulze Hessing erklärt, dass mit dem Geld in 2017 lediglich die RFID-Kennung finanziert worden sei, an der Raumstruktur und den mittlerweile abgewohnten Räumlichkeiten sei nichts verändert worden.

Die Kirchengemeinde sei als Kooperationspartner mit einem Bildungsauftrag zu sehen.

 

Herr Ladermann erklärt, dass der Haushaltsplan der Kirchengemeinde öffentlich ausliege und von jedermann eingesehen werden könne.

 

Bürgermeisterin Schulze Hessing erläutert, dass bereits seit einigen Jahren bekannt und immer wieder diskutiert worden sei, dass die Kirchengemeinde den bisherigen Umfang der Beteiligung nicht weiter leisten könne. Überraschend sei die Reduzierung des Anteils daher nicht.

 

Der Ausschussvorsitzende Queckenstedt verliest den Beschlussvorschlag und lässt darüber abstimmen.

  


Abstimmungsergebnis:

 

Einstimmige Annahme