Tagesordnungspunkt

TOP Ö 3: Vorstellung der naturschutzfachlichen Planungen am Fliegerberg durch die DBU

BezeichnungInhalt
Sitzung:13.03.2019   UPA/02/2019 
Beschluss:ungeändert beschlossen
Vorlage:  V 2018/302 
DokumenttypBezeichnungAktionen
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Beschluss:

 

Die Ausführungen der DBU Naturerbe GmbH werden zur Kenntnis genommen. Auf die Auswirkungen für die Hundehalter wird ausdrücklich hingewiesen und die Stadtverwaltung wird beauftragt, hierzu Alternativen zu entwickeln, die möglichst in einer der nächsten UPA-Sitzungen vorgestellt werden. 


Herr Feldmann und Frau Dr. Jerrentrup (DBU Naturerbe GmbH) erläutern anhand der als Anlage beigefügten Präsentation die naturschutzfachliche Planung am Fliegerberg.

 

Stv. Kranenburg möchte wissen, ob die Maßnahmen dem Wald guttue oder ob der Wald nicht einfach wie bisher wachsen solle und ob der Aufwand gerechtfertigt sei.

 

Frau Dr. Jerrentrup gibt an, dass die Bäume im Wald nur beschnitten werden. Im Offenland werden Bäume entfernt da es sonst zu Wald werde. Die natürliche Entwicklung stehe im Vordergrund.

 

Herr Feldmann fügt hinzu, dass der Bund die Flächen zur Verfügung gestellt habe. Die Maßnahmen werden durch Mittel umgesetzt, welche von der Stiftung erhalten werden. DBU Naturerbe bekomme 5,5 Mio. Euro.

 

Stv. Ebbing wirft die Frage auf, ob eine Alternative bezüglich des Hundeauslaufbereiches vorhanden sei, da dieser wegen den Zauneidechsen nicht möglich sei.

 

Herr Feldmann erklärt, dass dieses ein wichtiges Thema sei und man weiterhin in Gesprächen sei, um zu schauen, wo etwas möglich sei.

 

Stv. Richter merkt an, dass es das größte bekannte Eidechsenvorkommen sei und das obwohl die Flächen stark genutzt würden, das sei ein Wiederspruch.

 

Frau Dr. Jerrentrup erläutert, dass in dem Bereich, wo sich viele Spaziergänger und Hunde aufhalten, eine große Störung für die Eidechsen vorhanden sei.

 

Herr Feldmann fügt hinzu, dass an einem Besucherlenkungskonzept gearbeitet werde. Die Flächen sollen weiterhin begehbar sein.

 

Stv. Richter gibt an, dass die Population der Eidechsen voraussichtlich noch größer sei, wenn mehr Ruhe vorhanden sei und möchte wissen, wo die natürliche Grenze liege. Bei so einer großen Anzahl an Eidechsen könne es die letzten Jahre nicht so schlecht gewesen sein.

 

Frau Dr. Jerrentrup erklärt, dass es gut vorstellbar sei, dass die Population bei Ruhe größer sei, dieses könne aber nicht nachgewiesen werden, da Vergleichszahlen fehlten.

 

Stv. Kindermann wirft die Frage auf, wie viel Eidechsen insgesamt vorhanden seien.

 

Frau Dr. Jerrentrup gibt an, dass 146 Eidechsen gezählt worden seien.

 

Stv. Wingerter merkt an, dass Naturschutz vor Hundeauslauf gehe. Eine Alternativfläche für Hunde sei zu finden.

 

Stv. Niemeyer stellt fest, dass der Fliegerberg schon immer dem Borkener Bürger gehört habe und auch weiterhin dem Borkener Bürger gehören werde und sei darauf gespannt, wie die Besucherlenkung erfolgen werde. Eine starke Einschränkung für Besucher/innen sei nicht hinnehmbar und möchte wissen, ob schon Überlegungen vorhanden seien, welche Wege gesperrt oder bepflanzt würden.

 

Herr Feldmann erläutert, dass bevor die Flächen im Eigentum der DBU Naturerbe gewesen seien, diese bereits unter Naturschutz gestanden hätten. Der Fliegerberg solle weiterhin für Besucher erreichbar sein, das stehe heute schon fest. Welche Wege gesperrt würden, hänge von den biologischen Stationen ab, da Wege dann nicht durch Hotspots geführt werden könnten, welche Wege davon genau betroffen seien, werde sich noch zeigen.

 

Stv. Grotzky wirft die Frage auf, ob das Areal auf Kampfmittelreste untersucht worden sei.

 

Herr Feldmann erklärt, dass die Flächen nach Abzug des Militärs begehbar seien. Ein Gutachten sei gemacht worden. Zudem sei das Areal in Borken eine Fläche, welche dem DBU am wenigsten Sorge mache.


Abstimmungsergebnis:

Annahme mit 19 Ja-Stimmen

0 Nein-Stimmen

0 Enthaltungen