Tagesordnungspunkt

TOP Ö 7: Ergebnisse der Forsteinrichtung 2018 und Bewirtschaftung städtischer Forsten

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Sitzung:27.02.2019   WWBA/01/2019 
Beschluss:Kenntnis genommen
DokumenttypBezeichnungAktionen

Beschluss:

 

 


Vorsitzender Börger begrüßt Herrn Eggert vom Regionalforstamt Münsterland.

 

Herr Eggert berichtet über den Zustand des Waldes. Die Stadt Borken sei Mitglied in der Forstbetriebsgemeinschaft. Die Stadt Borken sei der zweitgrößte Waldbesitzer mit einer Fläche von 123 ha, davon seien 115 ha Wirtschaftswald und 8,4 ha Nichtholzböden.

2017 fand die letzte Erhebung des Baumbestandes statt, danach werde ermittelt, wie die Baumverteilung und das Alter der Wälder sei. Es wurde ermittelt, dass 40 % Eiche, 20 % Kiefer, 13 % Buche und 3 % Fichte den Baumbestand ausmache. Die Tendenz gehe seit Jahren in Richtung Laubbaum. Das Verhältnis läge bei 75 % Laub zu 25 % Nadelholz.

 

Ortsvorsteher Schwane berichtet, dass am Ahnenkamp in Gemen diverse Bereiche radikal auf Stock gesetzt worden seien und dass das Holz dort noch liege. Er fragt an, ob das Holz, z.B. als Brennholz durch die Bürger, verwendet werden dürfe.

 

Herr Eggert verneint dies. Es handele sich um Buchenholz, das dem Naturhaushalt wieder zufügt werde zur Ansiedlung von z.B. Pilzen. Das „dicke“ Holz sei dort geerntet worden.

 

Sachkundiger Bürger Hadder fragt nach der Auswirkung des Klimawandels auf die Borkener Wälder.

 

Herr Eggert erklärt, dass das Jahr 2018 eine Katastrophe für den Wald gewesen sei. Zuerst der Sturm Friederike, dann folgte der trockene Sommer. Die Fichte habe sich auf die Hälfte reduziert. Sie sie ein Flachwurzler und habe besonders unter der Trockenheit gelitten und dann habe im Herbst der Fichtenborkenkäfer für weitere Schäden gesorgt.

 

Um den Wald gegen die Klimaveränderungen zu schützen, müsse für stabile Wälder gesorgt werden, das bedeute, das Baumartenspektrum zu erweitern.

 

Technischer Beigeordneter Kuhlmann möchte wissen, wie die Preisentwicklung auf dem Holzmarkt eingeschätzt werde.

 

Herr Eggert berichtet, der Nadelholzmarkt sei extrem belastet, Eiche sei sehr gefragt. Jedoch sei mit Forstwirtschaft noch keiner reich geworden, da eine Eiche zuvor auch 150-200 Jahre gestanden habe.

 

Stadtverordnete Engelhardt fragt, wie der Zustand der Buche sei.

 

Herr Eggert antwortet, für die Buche sei der Klimawandel gut aushaltbar, sie sei dürreresistent und sei nicht von Borkenkäfern befallen.

Im Herbst werde die Forstverwaltung mit Fördergeldern des Landes Laubhölzer anpflanzen.

 

Technischer Beigeordneter Kuhlmann erkundigt sich nach dem Pflegeturnus für Hecken.

 

Herr Eggert erklärt, eine Wallhecke solle unten dicht und oben licht sein und daher im Turnus von 10-15 Jahren auf den Stock gesetzt werden.

 

Vorsitzender Börger dankt Herrn Eggert für seinen Vortrag


Abstimmungsergebnis: