Tagesordnungspunkt

TOP Ö 4: Standortplanung Remigiusgrundschule sowie Erweiterung der Gesamtschule Borken-Raesfeld - Vorlage wird nachgereicht

BezeichnungInhalt
Sitzung:05.02.2019   AKS/01/2019 
Vorlage:  V 2018/322 

Beschluss:

 

Ausschuss für Kultur, Schule und Sport

Der Ausschuss nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.


Herr Nießing erläutert die Vorlage anhand einer medienunterstützenden Präsentation.

 

Frau Fritz-Hummelt erklärt, dass aus eigenen Erfahrungen als Lehrerin an dem Standort es sehr kritisch zu sehen sei, wenn zwei Schulen auf engem Raum entstehen würden. Zurzeit seien die Pausen so gelegt, dass jede der beiden Schulen den gesamten Außenbereich für sich habe. Durch die Teilung und Halbierung der Pausenflächen könnten die Schüler und Schülerinnen sich während der Pausenzeiten nicht ausreichend bewegen und das Arbeitsklima könne darunter leiden. Auch Kinder in Klassen 5 und 6 hätten einen großen Bewegungsdrang während der Pausen, um sich danach im Unterricht konzentrieren zu können. Man sei auch in einer großen Verantwortung gegenüber den Kindern und Lehrern. Eine reine Bewegungsfläche im Bereich der neuen Grundschule von knapp 3.000 qm sei bei einer Schülerzahl von 450 sehr wenig.

 

Herr Kindermann erklärt, dass es gut sei, sich auf einen Grundschulneubau geeinigt zu haben. Jede Schule habe ein Erkennungsmerkmal, das auch bei einem Neubau geschaffen werden müsse. Zum Vergleich sei die Renovierung/Bau an der JNG und der ALGS, die als Blaupause für weiter Baumaßnahmen zu sehen sei. Bei beiden Projekten habe man ein gutes Gefühl.

Jedoch sei Zeitdruck keine Maxime für Handeln und wohlmöglich eine eingeschränkte Beteiligungsmöglichkeit für alle Mitwirklenden. Das Außengelände sei nicht nur wichtig für die Schüler und Schülerinnen, ebenso wichtig sei diese Fläche für das Wohnquartier. Herr Kindermann gibt noch zu Bedenken einen zweiten Standort in Hovesath zu bauen. Viele Kinder seien aus dem Bereich, Stichwort „kurze Beine, kurze Wege“. Dazu sei es wünschenswert in der nächsten Ausschusssitzung Herrn Dr. Garbe erneut einzuladen.

 

Herr Nießing erläutert, dass seit 2017 Gespräche mit allen Schulleitungen geführt worden seien, um die Standortfrage zu klären sowie ein Raumprogramm aufzustellen. Dabei sei man zu dem Entschluss gekommen, dass die Remigius-Grundschule Innenstadtschule bleiben solle. Hovesath sei ein neues Baugebiet, aus dem aktuell viele Kinder die Remigius-Grundschule besuchen. Dies werde sich in den nächsten Jahren wieder ändern, da im Bereich Hovesath die Kinder immer älter würden. Eine Entwicklung sei z.B. auch im Wohnquartier Gildenstraße zu erkennen, durch einen Generationenwechsel wohnen dort vermehrt junge Familien und mehr Kinder würden in diesem Bereich geboren, die potenziell Schüler und Schülerinnen der Remigius-Grundschule werden könnten. Bei der Standortfrage sei außerdem die Nähe (ca. 800 m) zum Sportpark im Trier, der Mergelsberg-Sporthalle und der Bücherei berücksichtigt worden.

 

Bürgermeisterin Schulze Hessing ergänzt, dass es der Stadtentwicklung wiederspreche, die Familien an den Rand der Stadt zu verdrängen. Nachwachsende Generationen müssten im Blick gehalten werden, denn sie werden sich auch in der Innenstadt weiter ansiedeln und für die Entwicklung und Zukunft sei eine zentrale Schule wichtig. Eine Schule werde schließlich für 50 Jahre gebaut. Die Außenflächen der neuen Grundschule würden für die Schüler und Schülerinnen spannend gestalten. Bei den vorgestellten Plänen handle es sich lediglich um erste Entwürfe. Eine max. Schülerzahl von 450 werde lediglich für max. 2-3 Jahre erwarte. Mit dem Neubau solle eine Vorzeigeschule, die zukunftsorientiert sei, gebaut werden.

Aus diesem Grund seien viele Gespräche mit allen Beteiligten (Eltern, Kollegen, Schulleitung, etc.) notwendig, um eine bestmögliche Lösung für Borken aber vor allem für die Kinder zu erreichen.

Bürgermeisterin Schulze Hessing erklärt, dass der Zeitdruck deshalb bestehe, da Räume für die Oberstufe der Gesamtschule Borken-Raesfeld geschaffen werden müssten.

 

Herr Fellerhoff bedankt sich für die Präsentation und erklärt, dass eine Auslagerung oder Splittung der Schule nicht notwendig sei. Sehr positiv für die Sportlandschaft sei der Bau einer Doppelturnhalle am Standort Remigius.

 

Herr Tubes erkundigt sich nach der Bauweise der Grundschule; vorgefertigte Teile, Holzständer.

 

Herr Kaling erklärt dazu, dass grundsätzlich noch keine Entscheidung über die Bauweise gefallen sei. Für die Bauleistung sei eine ordentliche Planung notwendig, um die Bauzeit so kurz wie möglich zu halten. Daher die Überlegung auf Betonfertigteile, Holzbetonteile, etc. zurückzugreifen.

 

Herr Tubes regt an, die Flure so zu konzipieren, dass sie als pädagogischer Raum mitgenutzt werden könnten.

 

Herr Kranenburg erkundigt sich nach der Verkehrsführung rund um den Campus. Dabei sei der Verkehr „Auf der Flüt“ unproblematisch im Gegensatz zur „Windthorststraße“ und der „Weseler Landstraße“, auf denen hohes Verkehrsaufkommen bestehe.

 

Herr Nießing erklärt, dass für die Verkehrsführung die Planungen noch nicht abgeschlossen seien.

 

Frau Ebbing erklärt, dass ein Grundschulneubau von der Politik gefordert war, hat jedoch bedenken, ob der Zeitdruck auch höhere Kosten verursachen könne. Überlegungen, die Pröbstingschule zurückzurufen, den Standort Remigius zu teilen seien „quatsch“. Der Standort in der Innenstadt sei der optimalste. Über die Parkplätze auf den ehem. Grabstätten solle jedoch in Ruhe nachgedacht werden.

Bei den Schülerzahlen für das kommende 1. Schuljahr sei nicht klar, wie Herr Dr. Garbe auf die Zahl von 101 gekommen sei. Angemeldet seien an der Remigius-Grundschule nur 81 Schüler und Schülerinnen.

 

Herr Nießing erklärt dazu, dass die letzten Ruhezeiten für den vorgesehenen Bereich seit 10 Jahren abgelaufen seien und Gespräche mit der Kirche geführt würden. Die geplanten Anmeldezahlen von Herrn Dr. Garbe basierten auf tatsächlichen Kinderzahlen. Jedoch hätten die Eltern freie Schulwahl.

 

Frau Krüger äußert Bedenken bei der Platzfrage, 5 qm Bewegungsfläche pro Kind seien zu wenig. Zudem sollten, wie bereits jetzt an den Grundschulen, extra Räume für OGS und ÜMI vorgehalten werden.

 

Herr Nießing erläutert, dass zum Thema Raumplanung, einschließlich OGS/ÜMI, im März ein Workshop mit Dr. Garbe und dem Kollegium stattfinden werde.

 

Herr Lensing erkundigt sich nach dem weiteren Zeit- bzw. Ablaufplan.

 

Herr Nießing erklärt, dass es bei der Bauplanung noch Optimierungspotenzial gebe. Im nächsten Schritt sollen ein Generalunternehmen sowie ein Architekt ausgewählt werden.

 

Der Ausschussvorsitzende Queckenstedt verliest den geänderten Beschlussvorschlag.


Abstimmungsergebnis:

 

Einstimmige Annahme