Tagesordnungspunkt

TOP Ö 4: Kinder- und Jugendförderplan der Stadt Borken 2018 - 2023

BezeichnungInhalt
Sitzung:26.06.2018   AJF/02/2018 
Beschluss:ungeändert beschlossen
Vorlage:  V 2018/058 

Beschluss:


Der Ausschuss für Jugend und Familie beschließt den Kinder- und Jugendförderplan für den Planungszeitraum 2018 – 2023.



Jugendförderin Sauret erläutert, dass unter starker Beteiligung von Jugendlichen und Experten sowie Vereinen der vorliegende Kinder- und Jugendförderplan entstanden sei.


Frau Sauret erläutert weiter die in der Vorlage genannten strategischen Ziele.


Der Kinder- und Jugendförderplan beinhalte ein vielfältiges Angebot. Neben Inklusion habe man auch die Medienkultur im Blick. Schwerpunktmäßig wolle man weiterhin bedarfsorientierte Angebote schaffen.

Z. B. sei die Mediennutzung aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken. Ziel sei es im Bereich der Medienkompetenz die Eltern mitzunehmen.


Weiter beinhalte der Förderplan eine kulturelle Vielfalt, „Spaß“ und viel Bewegung. Auch gesunde Ernährung spiele nach wie vor eine Rolle.


Der Kinder- und Jugendförderplan sei geeignet Chancengleichheit zu bieten, beispielsweise durch den Einsatz des Ausbildungslotsen und von SchuljugendarbeiterInnen.


Die Kinder- und Jugendarbeit soll auch das Ehrenamt unterstützen. Mit der Veränderung der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen durch die digitalen Medien und des Zeitbudgets haben Jugendliche weniger Zeit für Freizeit. Durch das Tempo der Gesellschaft und die Veränderung der Bildungslandschaft sind zweckfreie Zeiten, die freiwillige Teilnahme an Angeboten oder die Übernahme eines ehrenamtlichen Engagements gefährdet.


Kinder und Jugendliche benötigen Erfahrungsräume für Selbsterprobung und demokratische Praxis. Denn Demokratie und Selbstbestimmung lernt man nur, indem man sie praktiziert. Offene und verbandliche Jugendarbeit sind gerade für die jüngeren Kinder und Jugendlichen (bis zu 16 Jahren) die einzigen gesellschaftlichen Bereiche, in denen sie Erfahrungen mit demokratischen Entscheidungsgemeinschaften erwerben können.


Durch die Fortschreibung des Kinder- und Jugendförderplans sei eine Planungssicherheit gegeben.


Herr Nießing begrüßt den Kinder- und Jugendförderplan 2018-2023, in dem Bewährtes fortgeschrieben und Neues entwickelt wurde. Als Fortführung sei das gut angenommene Ferienangebot und die Schul- und Jugendarbeit zu nennen. Der Anpassungsbedarf sei ebenfalls aufgenommen worden, z. B. Angebote an den Wochenenden und in den Abendstunden. Jugendliche sind länger in den Schulen. Das aufsuchende Angebot der Offenen Kinder- und Jugendarbeit soll durch geeignete Angebote Jugendliche in deren Entwicklung unterstützen und begleiten.


Eine zentrale Rolle sei der Umgang miteinander sowie mit sozialen Medien. Kinder und Jugendliche seien durch die digitalen Medien neuen Belastungsfaktoren wie beispielsweise Cybermobbing oder einer 24-Stunden-Verfügbarkeit ausgesetzt. Fraglich sei, wie man nicht nur mit der Veränderung der Schullandschaft und Freizeitverhalten, sondern auch mit der Veränderung der Kommunikationsstruktur umgeht.


Frau Kindermann befürwortet die Aufnahme der Demokratieförderung im Kinder- und Jugendförderplan (s. Seite 26) und zitiert Passagen aus dem Schulgesetz NRW (§ 2 Abs. 6: „Schüler selbständig und eigenverantwortlich handeln sollen...eigene Meinung zu vertreten….die grundlegenden Normen des Grundgesetzes und der Landesverfassung zu verstehen und für die Demokratie einzutreten…mit Medien verantwortungsbewusst uns sicher umzugehen“). In diesem Bereich müsse präventiv gearbeitet werden.


Abstimmungsergebnis:


Einstimmige Annahme.