Tagesordnungspunkt

TOP Ö 6: Regionale 2016 - Projekt FARB - Sachstandsbericht und überplanmäßige Mittelbereitstellung

BezeichnungInhalt
Sitzung:05.06.2018   UPA/04/2018 
Beschluss:ungeändert beschlossen
Vorlage:  V 2018/137 

Beschluss:


Der UPA nimmt den Sachstandsbericht zustimmend zur Kenntnis und empfiehlt dem Rat die Erhöhung des Hochbaubudgets auf 5.138.0000 EUR zu beschließen.




Technischer Beigeordneter Kuhlmann gibt an, dass die wesentlichen Punkte bereits vor Ort angesprochen worden seien. Fachabteilungsleiter Kaling werde eine Folie erläutern, aus der ersichtlich sei, zu welchem Zeitpunkt es welche Kosten gegeben habe und wo es zu Kostenveränderungen kam. Keiner wolle Kosten überschreiten aber der Erkenntniszuwachs hat sich in Mehrkosten dargelegt. Dieser sei vorab nicht bekannt gewesen, sondern mit dem Planungsfortschritt ermittelt worden.


Fachabteilungsleiter Kaling erläutert die Anlage 5 der Vorlage sowie das als Anlage beigefügten Schaubild über die Kostenveränderungen an mehreren Gewerken. Bei dem Gewerk Abbruch / Rohbau sei eine enorme Kostensteigerung angefallen.


Stv. Richter stellt fest, dass am Anfang immer eine Planung mit der Grundlagenermittlung erfolge. Dazu gehöre auch die Tragwerksplanung. Der Statiker müsse gewisse Entscheidungen treffen und vor Ort prüfen, um eine korrekte Statik aufstellen zu können. Wenn während der Bauphase die Tragfähigkeit nicht ausreiche, dann wurde vorher nicht genau geplant. Er möchte wissen, warum zum Beispiel bei der Innenraumplanung so eine hohe Kostensteigerung entstanden sei.


Fachabteilungsleiter Kaling erklärt, dass in der Zeile 61 bei Innenraumplanung die 43.000 Euro bereits bezahlt wurden, 128.000 Euro die Gesamtsumme sei und 154.000 Euro die Höhe des Baubeschlusses sei und somit eine Einsparung vorhanden sei. Terazzoboden sei flächendeckend im FARB vorgesehen und habe einen ähnlichen Preis wie Estrich und sollte eigentlich eine Einsparung sein. Der Höhenunterschied im Boden liege aber bei 11 cm sodass 30.000 Euro extra geleistet werden mussten, um den Unterschied auszugleichen. Bereits vor Baubeschluss war bekannt, dass die Deckentraglast nicht reichen werde.


Stv. Richter möchte wissen, ob mit der gebotenen Sorgfalt gearbeitet worden sei und ob die beschlossene Qualität am Ende auch erreicht werde. Es könnten auch externe Fehler gemacht worden seien.


Fachabteilungsleiter Kaling gibt an, dass die Qualität nicht dramatisch nach unten geschraubt werde. Wenn die Kosten nicht mehr passen, werde geschaut, wo eingespart werden könne.


Stv. Niemeyer merkt an, dass bereits letztes Jahr das FARB besichtigt worden sei und da war bereits bekannt, dass es zu einer Kostensteigerung kommen werde. Das Museum habe sich sehr gut entwickelt. Die 648.000 Euro aus dem Produkt Neubau Mühlenstraße seien nächstes Jahr dort wieder einzustellen. Es seien zusätzliche Ausgaben.


Stv. Ebbing gibt an, dass es wünschenswert gewesen wäre, wenn das gezeigte Schaubild früher zur Verfügung gestanden hätte, damit in den Fraktionen darüber gesprochen werden könne. Am Ende sei eine fünf prozentige Sicherheit eingebaut worden. Der mögliche Rest belaufe sich auf 880.000 Euro, davon fünf Prozent seien 44.000 Euro. Sie möchte wissen, warum die fünf Prozent auf die Gesamtsumme berechnet worden seien und nicht auf den Restbetrag.


Technischer Beigeordneter Kuhlmann erläutert, dass der Baupreisindex in den letzten Jahren deutlich gestiegen sei. Bei Bestandsgebäuden solle der Gürtel nicht so eng geschnürt werden, sonst sei die Grenze wieder ganz schnell erreicht. Die fünf Prozent seien als Puffer für Unwägbarkeiten nötig.


Bürgermeisterin Schulze Hessing fügt hinzu, dass die Ausschreibungsergebnisse zu 82% bekannt seien. Die Abrechnungen erfolge zu einem späteren Zeitpunkt, wo es zu Abweichungen kommen könne. Diese Differenz müsse mit eingepreist werden. Zudem seien einige Dinge noch auszuschreiben. 2015 wurde es sehr eng kalkuliert, dort gab es schon Wortmeldungen, dass die Politik das Projekt zusammen mit der Verwaltung durchziehe. Es gab zum Beispiel nur ein Angebot zum Rohbau, was sehr problematisch gewesen sei. Zudem bestehe ein enger Kontakt zur Förderstelle. Die Mehraufwendungen sollen, wenn möglich, auch gefördert werden.


Stv. Ebbing merkt an, dass nur 18% noch nicht bezahlt worden seien.


Bürgermeisterin Schulze Hessing erläutert, dass einiges noch gar nicht ausgeschrieben worden sei und viel mehr noch nicht bezahlt worden sei. Die Rechnung gehe so nicht auf, ein Puffer sei notwendig.


Stv. Kohlruss erklärt den Unterschied zwischen Vergabe und Abrechnung. Fraglich sei, wann die erste Statik gemacht worden sei. Diese Statik sei gemacht worden, als das Gebäude noch in Betrieb gewesen sei, wo keine große Deckenöffnung gemacht werden konnte und wirft die Frage auf, ob das Ende der Fahnenstange erreicht worden sei.


Fachabteilungsleiter Kaling gibt an, dass die meisten Mehrkosten nicht bei der Vergabe, sondern bei der Ausführung entstünden. Die Rohbauarbeiten seien wesentlich abgeschlossen somit werde nicht von großartigen Mehrkosten ausgegangen.


Technischer Beigeordneter Kuhlmann fügt hinzu, dass Planungsfortschritt Erkenntnisgewinn bedeute. Bei weiteren Projekten werde mehr Zeit benötigt, dass schon in der Vorplanung möglichst viele Details bekannt gemacht werden könnten.


Stv. Richter merkt an, dass vorher ausreichend zu planen richtig sei, dieses aber auch schon bei der ehemaligen St. Josef Kirche gemacht worden sei und nun ein schönes Jugendhaus entstanden sei. Wenn die Zahlen am Anfang noch nicht bekannt seien, seien extreme Aufschläge zu nehmen, gerade bei Arbeiten im Bestand. Alle wollen das FARB in einer guten Qualität haben. Wenn die Mehrkosten gefördert werden könnten, lindert es den Schmerz um 60%. Die 5% Luft auf die Gesamtkosten seien seriös und sollten so beschlossen werden.


Stv. Niemeyer stellt fest, dass der Puffer eine Summe sei, die zur Verfügung gestellt werde, aber nicht komplett genutzt werden müsse.


Stv. Flasche gibt an, selbst Erfahrungen mit alten Häusern gehabt zu haben, wo immer 5 – 10 % Mehrkosten gerechnet werden müssten. Höhere Kosten seien damit schon fast klar. Zudem sei ein Handwerkermangel im Bausektor vorhanden. Die Aufträge mit dem meisten Geld würden angenommen.


Bürgermeisterin Schulze Hessing merkt an, dass bereits vor 20 – 25 Jahren das Museum umgebaut worden sei. Eine komplette Nutzungsänderung lag somit nicht vor, aber es gab große Überraschungen auch im Fundamet.




Abstimmungsergebnis:


Annahme mit 17 Ja-Stimmen

2 Nein-Stimmen

0 Enthaltungen