Tagesordnungspunkt

TOP Ö 3: Fortschreibung des Sportentwicklungsplans

BezeichnungInhalt
Sitzung:17.01.2018   AKS/01/2018 
Beschluss:geändert beschlossen
Vorlage:  V 2018/009 
DokumenttypBezeichnungAktionen
Dokument anzeigen: Vorlage Dateigrösse: 81 KB Vorlage 81 KB

Beschluss zum Thema „Hallenbelegung“ und „Kunstrasenplatz“:


Auf der Grundlage der Empfehlungen des Sportentwicklungsplaners Herrn Dr. Fuhrmann beschließt der Ausschuss:


Die Verwaltung wird beauftragt,

  • die Empfehlungen zur künftigen Vergabe von Sporthallenzeiten sowie die Überprüfung der Sporthallenzeiten den nutzenden Sportvereinen und anderen Institutionen zu erläutern und besprechen,

  • die Ergebnisse und Empfehlungen hinsichtlich des Baues eines weiteren Kunstrasenplatzes den fussballspielenden Sportvereinen mitzuteilen und empfiehlt den Bau eines weiteren Kunstrasenplatzes auf dem Gelände von Adler Weseke und folgenden Bedingungen:

  1. Mitnutzung des Kunstrasenplatzes in Weseke durch den SV Burlo

  2. RC Borken-Hoxfeld und FC Marbeck erhalten angemessene Trainingskontingente auf Kunstrasen (Anlage SG Borken & Westfalia Gemen)

  3. An den Standorten, wo keine Umwandlung in Kunstrasen erfolgt, sollten zeitnah – nach Notwendigkeit – die vorhandenen Tennenplätze saniert werden (1. Priorität: Marbeck)

  4. Perspektivisch: Reduzierung der Trainingskapazitäten auf Naturrasen in Borken.



Beschluss zum Thema „Sanierung/Modernisierung Tennishalle“:


Auf der Grundlage der Empfehlungen des Sportentwicklungsplaners Herrn Dr. Fuhrmann beschließt der Ausschuss:


Die Verwaltung wird beauftragt,

  • Dem SV Westfalia Gemen e.V. mitzuteilen, dass im Hinblick auf die Empfehlungen zur Sportentwicklungsplanung aus dem Jahr 2012 und der aktuellen Empfehlung eine finanzielle Beteiligung der Stadt Borken an den Kosten für die Sanierung und Modernisierung der Tennishalle nicht in Betracht kommt. Analog zur Entscheidung über die Sanierung der Reithallen des Zucht-, Reit- und Fahrvereins Borken e.V., dass sich dort der Schwerpunktstandort Reiten für die Stadt Borken befindet, ist die Tennishalle am Pröbstingsee Schwerpunktstandort Hallentennis für die Stadt Borken. Am Standort Pröbsting sollte weiterhin eine Kooperation zwischen dem TC Blau-Weiß Borken und dem SV Westfalia Gemen angestrebt werden.


Der Ausschussvorsitzende Queckenstedt begrüßt Herrn Dr. Fuhrmann.


Herr Nießing erklärt, dass die Fortschreibung der Sportentwicklungsplanung aufgrund ihrer Wichtigkeit auf den aktuellen Stand gebracht werden müsse. Der Beschluss dazu sei bereits im April 2017 im Ausschuss gefasst worden. Bei der Fortschreibung sei besonders auf Kriterien wie Strategien für Sportstätteninfrastruktur, Aufbereitung der Hallenbelegungsdaten, Umgang mit offenen Anträgen, Vergabe von Hallenzeiten und der Bau von Kunstrasenplätzen einzugehen.



Herr Dr. Fuhrmann stellt ausführlich den ersten Teil seiner Präsentation zum Thema „Hallenbelegung“ vor.


Herr Schlüter-Müller erkundigt sich nach den Bedarfen, die sich aus der Erhebung zur Sporthallenbelegung ergeben hätten und nach den freien Kapazitäten.


Herr Dr. Fuhrmann erklärt dazu, dass es bei der Auslastung Spielraum gebe, jedoch auch noch Anträge vorliegen würden, die sich auf bestimmte Zeiten beziehen, die besonders in den großen Hallen aufgrund der Auslastung dort, nur schwer zu bedienen seien. In einigen Hallen seien noch freie Kapazitäten vorhanden.


Herr Nießing gibt an, dass es bei der großen Anzahl von Hallen und der Vielzahl der Nutzer, dennoch Anträge gebe, die nicht bedient werden können. Um die Belegung der Hallen transparenter zu gestalten, sollen Hallenbelegungspläne online zur Einsicht zur Verfügung gestellt werden.


Herr Kindermann möchte wissen, welche Sportanlagen in Zukunft wegfallen könnten.


Herr Dr. Fuhrmann erklärt, dass in der nächsten Sitzung näher auf diese Frage eingegangen werde.


Bürgermeisterin Schulze Hessing erklärt dazu, dass die Punkte Schritt für Schritt angegangen werden müssen unter Berücksichtigung des Bestands und der dauerhaften Bedarfe/Prioritäten.


Herr Dr. Fuhrmann erläutert, dass ein möglicher Neubau der Grundschule zu berücksichtigen sei, sowie zusätzliche Kapazitäten durch eventuelle Umverteilung bzw. Neuverteilung der Hallenzeiten.


Herr Fellerhoff bedankt sich bei Herrn Dr. Fuhrmann für die ausführliche Präsentation und befürwortet eine Beteiligung der Vereine und die Transparenz der Hallenzeiten, sowie deren Kontrolle.


Herr Tubes erkundigt sich nach den Hallentagebüchern und deren auch evtl. elektronische Umsetzung.


Herr Dr. Fuhrmann erklärt, dass ihm aktuell keine Kommune bekannt sei, die elektronische Hallentagebücher führe. Die Umsetzung solle ähnlich wie beim letzten Mal erfolgen. Nach ca. 4 Wochen würden die Bücher der Verwaltung zur Auswertung vorgelegt werden. Ob dies praktikabel sei, müsse sich im Alltag zeigen und gegebenenfalls das Verfahren geändert und/oder angepasst werden.



Herr Dr. Fuhrmann setzt seine Präsentation zum Thema „Kunstrasenplatz“ fort.


Herr Stork möchte wissen, aus welchen Gründen die Priorität vor 2 Jahren eine andere gewesen sei. Damals seien die Vereine FC Marbeck und Adler Weseke in der Priorität gleich bewertet worden, mit leichtem Vorteil für den FC Marbeck. Er gönne Adler Weseke den Kunstrasenplatz, der FC Marbeck habe jedoch mehr Mannschaften als Adler Weseke, daher könne er nicht mit der Empfehlung konform gehen.


Herr Dr. Fuhrmann erklärt, dass auch auf die anderen Vereine wie den SV Burlo geschaut werden müsse. Ebenso sei die Zahl der 0-19 jährigen Einwohner in Weseke mit ca 1.200 doppelt so hoch wie die vergleichbare Einwohnerzahl in Marbeck (ca. 600). Es sei verständlich, dass die Empfehlungen nicht allen Beteiligten und Vereinen gefallen werden.


Herr Börger gibt an, dass bei der Betrachtung auch der Spielbetrieb und nicht nur der Trainingsbetrieb berücksichtigt werden müsse, da gerade am Wochenende bei Meisterschaftsspielen die Plätze aufgrund der Witterung nicht nutzbar seien. Dieses werde sich aufgrund des Klimawandels in den kommenden Jahren noch verstärken.


Frau Ebbing bedankt sich für die Präsentation und geht noch einmal auf die Zahlen der Bedarfe für FC Marbeck, Adler Weseke und SV Burlo ein. Anhand der ermittelten Bedarfe müsse Marbeck den nächsten Kunstrasenplatz erhalten.


Bürgermeisterin Schulze Hessing stellt klar, dass es eine politische Entscheidung gewesen sei, den zweiten Kunstrasenplatz in Gemen zu bauen. Die Empfehlung von Herrn Fuhrmann vor 2 Jahren, sei eine andere gewesen.


Herr Dr. Fuhrmann erklärt auf die Frage von Frau Ebbing, dass das Defizit bei den Bedarfen beim FC Marbeck durch freie Zeiten auf dem Kunstrasenplatz bei der SG Borken ausgeglichen werden könne. Die weiteren Defizite beim SV Burlo und Adler Weseke würden damit bestehen bleiben. Daher sei Adler Weseke aktuell der beste Standort für einen dritten Kunstrasenplatz, auch unter Berücksichtigung der Einwohnerzahlen unter 20 Jahren.


Herr Kindermann erkundigt sich, auf welchen Zeitraum sich die 1.500 Stunden Nutzung beziehen würden und ob die bestehenden Verträge mit SG Borken und Westfalia Gemen zur Nutzung der Kunstrasenplätze, eine Nutzung durch FC Marbeck und RC Borken-Hoxfeld überhaupt zulassen würden.


Herr Dr. Fuhrmann gibt dazu an, dass die 1.500 Stunden sich auf ein Jahr pro Platz beziehen. Im Sommer sei die Auslastung geringer, da die Mannschaften eher den Naturrasen bevorzugen würden, im Winter die Auslastung höher sei und man unterm Strich auf 1.500 Stunden jährlich komme.


Frau Kindermann erklärt, dass sie die Situation pragmatisch sehe; die Tenne in Weseke sei auf und es gebe neben einem Kunstrasenplatz die Alternative den Tennenplatz zu sanieren. Adler Weseke setze sich zudem sehr für die Inklusion ein. Die Priorität eines dritten Kunstrasenplatzes solle weiterhin bei Adler Weseke bleiben, auch der Gedanke einer Kooperation sei positiv. Ziel müsse es sein, dass sich die Vereine zusammenschließen, um die Kunstrasenplätze optimal auslasten zu können.


Der Ausschussvorsitzende Queckenstedt verweist darauf, dass heute keine Entscheidungen zu treffen seien.


Herr Fellerhoff teilt mit, dass die Handlungsempfehlungen schnell umgesetzt und die einzelnen Punkte vorab diskutiert werden müssten.


Herr Kindermann macht deutlich, dass erst die alten Handlungsempfehlungen nach deren Priorität abzuarbeiten seien, bevor neue hinzu kommen würden. Außerdem müsse erst über den Antrag und Verbleib des TSC Borken entschieden werden, bevor eine Entscheidung über den Bau eines weiteres Kunstrasenplatzes gefällt werden könne.


Der Ausschussvorsitzende Queckenstedt regt an, Gespräche mit den Vereinen zu führen und eine zahlenmäßige Übersicht anzufordern, aus der hervorgeht, wie viele SportlerInnen in den einzelnen Vereinen ihren Wohnsitz im Stadtgebiet Borken haben, bzw. in Nachbarkommunen wohnen.


Herr Böhr teilt die Anregung von Herrn Queckenstedt und ist der Meinung, dass es nicht unrelevant sei, woher die Spieler und Spielerinnen stammen. So sei es z.B. bei den Mädchenmannschaften des FC Marbeck der Fall, dass viele Spielerinnen aus Borken kommen und nach Marbeck fahren müssten, würden diese Mannschaften auf dem Kunstrasenplatz der SG Borken trainieren können, würde die Fahrerei für die Spielerinnen weg fallen.


Bürgermeisterin Schulze Hessing erklärt, dass die Wertschätzung der Vereine und ihr Engagement groß sei. Es gäbe immer emotionale Bindungen zu einem bestimmten Verein, jedoch müsse die Entscheidung auf der Basis von Fakten getroffen werden. Die Entscheidung für einen Verein sei nicht eine gegen einen anderen.


Der Ausschussvorsitzende Queckenstedt verliest den Beschlussvorschlag und lässt darüber abstimmen.




Herr Dr. Fuhrmann setzt seine Präsentation zum Thema Sanierung/Modernisierung Tennishalle Westfalia Gemen fort.


Herr Kindermann erläutert, dass die Entscheidung 2012 bereits getroffen wurde und an dieser festzuhalten sei.


Herr Nießing gibt an, dass eine grundlegende Infrastruktur für den Tennissport vorhanden sei.


Herr Schwane regt an, finanziellen Möglichkeiten und Mittel für Westfalia Gemen aus anderen Töpfen zu generieren. Bei der Ausarbeitung der Empfehlung seien jedoch die bestehenden Kooperationen mit der Jodocus Nünning Gesamtschule und der Lebenshilfe nicht berücksichtigt worden.


Herr Dr. Fuhrmann verweist auf die Entscheidung aus dem Jahr 2012 und die daraus entstandene Förderung eines Standorts im Bereich Pröbsting.


Herr Böhr sieht eine Kooperation kritisch. Die Halle sei bereits über 90 Stunden belegt durch Tennisspieler und -spielerinnen des TC Blau-Weiß und der SG Borken.


Herr Nießing gibt dazu an, dass nach Angaben des TC 52,7 % der Hallenkapazitäten in 2017/2018 belegt seien.


Frau Kindermann erklärt, dass wie auch bei der Entscheidung über einen neuen Kunstrasenplatz, die alten Prioritäten erst abzuarbeiten seien und verweist erneut auf den TSC Borken. Eine Entscheidung für einen Standort Tennis sei bereits in 2012 getroffen worden.


Herr Fellerhoff stimmt den Ausführungen von Frau Kindermann zu. Zudem müsse man die Haushaltsmittel im Blick halten. Erste Priorität bleibe der TSC Borken, der seit 10 Jahren auf der Suche nach einer Heimat sei.


Frau Ebbing ist der selben Meinung wie Frau Kindermann und Herr Fellerhoff. Anträge von anderen Vereinen/Sportarten könnten weiter gestellt werden, jedoch sei die Stadt Borken nicht nur für den Fußball in Borken verantwortlich, sondern auch für die Belange der anderen Vereine/Sportarten.


Der Ausschussvorsitzende Queckenstedt verliest den Beschlussvorschlag und lässt darüber abstimmen.




Abstimmungsergebnis:


Thema „Hallenbelegung“ und „Kunstrasenplatz“:

10 Ja-Stimmen

5 Nein-Stimmen



Thema „Sanierung/Modernisierung Tennishalle“:

Annahme bei 6 Enthaltungen