Tagesordnungspunkt

TOP Ö 4: Betreuungsplanung Kindertageseinrichtungen u.a. 2017 - 2021

BezeichnungInhalt
Sitzung:19.09.2017   AJF/03/2017 
Beschluss:ungeändert beschlossen
Vorlage:  V 2017/222 

Beschluss:


Der Betreuungsplanung Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflege, Offene Ganztagsgrundschulen, Übermittagbetreuung an den Grundschulen und Betreuung an den Schulen der Sekundarstufe I 2017 – 2021 wird zugestimmt.




Herr Schoppen stellt den Jugendhilfeplan für den Zeitraum 2017 bis 2021 vor. Dieser werde bekanntlich aufgrund der großen Dynamik in der Nachfrage nach Betreuungsplätzen und des Beschlusses aus 2016 bis auf Weiteres jährlich aktualisiert.


Hinsichtlich der Entwicklung der Betreuungsangebote wies er auf folgendes Zahlenwerk hin: Im Bereich der Kindertagespflege wurden im Jahr 2004 noch 4 Kinder betreut, aktuell in 2017 seien es 135 Kinder.

Bei den Kita-Einrichtungen seien im Jahre 2002 noch 21 U3-Plätze belegt gewesen, aktuell seien es 389 U3-Plätze. Diese zusätzlichen Plätze wurden mit einem Aufwand von rd. 13 Mio. Euro geschaffen. Inklusive der Überhangplätze stehen derzeit bis zu 454 U3-Plätze zur Verfügung.


Im Bereich der Übermittagbetreuung seien im Jahr 2008/2009 noch 87 Kinder betreut worden, im derzeit laufenden Schuljahr seien es 532 Kinder. Bei der OGS nehmen derzeit 415 Kinder die Betreuung in Anspruch.


Herr Schoppen verweist weiter auf Seite 6 und 7 des Jugenhilfeplans. Der finanzielle Aufwand der Betreuung für die Kitas stieg von rd. 5 Mio. Euro im Jahr 1996 auf knapp 13,5 Mio. Euro in 2017, somit um 270 %.


Die Entwicklung der Bevölkerung beruht auf Berechnungen von IT.NRW. Herr Schoppen weist jedoch darauf hin, dass hierbei noch nicht die Einwohnerentwicklung aufgrund der Flücklingssituation 2014 berücksichtigt worden sei.

Bei der Zahl der Kinder bis 6 Jahre werde derzeit davon ausgegangen, dass die Zahl bis 2040 um ca. 22 % sinken werde, von derzeit 2.169 Kinder auf 1.700 Kinder.


Die Entwicklung der Anzahl der Frauen, in dem Alter, in dem sie überlicherweise Kinder gebären (Seite 8), sinke bis 2030 um rd. 11 % von derzeit 9.209 auf 8.186 Frauen.


Von der Kindertagespflege bis in den Schulbereich hinein sei auch zukünftig mit rückläufigen Kinderzahlen bei gleichzeitig steigendem Betreuungsbedarf zu rechnen.

Priorität sei nach wie vor ein bedarfsgerechter Ausbau.

Um diesen zu gewährleisten, habe man bei den Zahlen der Kinder ab 2018/2019 eine Prognose des Schulentwicklungsplans sowie eigene Erfahrenswerte zu Grunde gelegt.


Die Versorgungsquote für Kinder bis 2 Jahre betrage stadtteilabhängig bis zu 45 % in 2017, bis zu 51 % in 2021.

Bei der Nachfrage für Kinder von 2 bis 2,9 Jahre gehe man von einer Versorgungsquote von bis zu 75 % in 2021 aus.

Bei der Nachfrage für 3 bis 6jährige Kinder gehe man auch weiterhin von einer Versorgungsquote von 99 % aus.




Abstimmungsergebnis:


Einstimmige Annahme.