TOP Ö 6: Anmeldungen an der Gesamtschule Borken-Raesfeld zum Schuljahr 2017/2018

Herr Nießing erläutert, dass die Verwaltung die Gesamtschule Borken-Raesfeld positiv begleite und finanziell attraktive Angebote z.B. im Bereich Musik geschaffen habe. Er weist darauf hin, dass die Anmeldezahlen bei der Jodocus Nünning Gesamtschule ebenfalls geringer seien als im Vergleich zum Vorjahr (11 Schülerinnen und Schüler weniger). In Bezug auf den Schülerspezialverkehr teilt er mit, dass diesbezüglich die Wünsche der Schulen groß seien und es nicht in jedem Falle zufriedenstellende Lösungen geben könne.


Herr Nießing erläutert in Bezug auf die Entscheidung der Bezirksregierung Münster für eine Ausnahmegenehmigung der Fortführung der Gesamtschule mit nur 120 Schülerinnen und Schüler, dass dazu die Entwicklung der Schülerzahlen betrachtet werden müsse. Zum Schuljahr 2017/2018 seien die Übergänge von den Grundschulen zu den weiterführenden Schulen geringer wie in den Vorjahren. Zudem würde die Schulentwicklungsplanung vorangetrieben werden. Die Entwicklung der Schullandschaft dürfe die Kommunen nicht finanziell überfordern. Wie in den Vorjahren würden rd. 50 % auswärtige Schülerinnen und Schüler die Borkener Schulen besuchen, dieser Trend sei u.a. auch auf die Schließungen von Schulen in den Nachbarkommunen zurückzuführen. Dieses habe im Umkehrschluss die räumliche Erweiterung einiger Standorte in Borken zur Folge. Er hoffe, dass die Bezirksregierung die vorgebrachten Argumente des Schulträgers akzeptiere und eine entsprechende Ausnahmegenehmigung erteilen werde.


Herr Grotendorst erklärt, dass sich im letzten Jahr 26 Schülerinnen und Schüler aus Erle für die Gesamtschule in Schermbeck entschieden hätten, in diesem Jahr seien es lediglich zwei Geschwisterkinder gewesen.


Frau Rybarcyk fragt, ob der Grund für den Schülerrückgang auf den Mangel der Lehrer z.B. im Bereich Musik zurückzuführen sei, Musik sei schließlich Schwerpunkt der Schule und lediglich ein Lehrer sei dafür bereitgestellt worden.


Herr Heinz erklärt dazu, dass in der Planungsgruppe zur Errichtung der Gesamtschule die Schwerpunkte festgelegt worden seien. Zu diesem Zeitpunkt habe es weder eine Schulleitung noch ein Kollegium gegeben, dieses sei erst später gegründet worden.


Herr Lensing erläutert, dass die Eltern sich an der Gesamtschule Borken-Raesfeld wohl fühlen und spricht sein Lob für die Arbeit aus. Schulen in den Nachbarkommunen seien jedoch verunsichert, was die Standorte betreffe. In Bezug auf die Anmeldungen seien die Privatschulen außen vor, da die Anmeldezahlen sich dort kaum merkbar verändert hätten, lediglich bei den städtischen Schulen seien die Schülerzahlen leicht rückläufig. Er regt an, die Problematik mit den Bürgermeistern der Nachbarkommunen zu besprechen. Zudem müsse über die Aufnahme von Inklusionsschülern an Privatschulen diskutiert werden. Im Bereich des Schülerspezialverkehrs sollten Standards festgesetzt werden.


Herr Nießing erklärt dazu, dass Privatschulen gesellschaftspolitisch gewollt seien und gewisse Privilegien hätten, unter anderem seien sie nicht verpflichtet Inklusionsschüler aufzunehmen. Es sei eine Vereinbarung mit allen weiterführenden Schulen getroffen worden, Mängel im Schülerspezialverkehr zu melden, damit diese zum neuen Schuljahr beseitigt werden können.