Tagesordnungspunkt

TOP Ö 7: Umwandlung von Tennenspielfeldern in Kunstrasenplätze

BezeichnungInhalt
Sitzung:14.04.2016   AKS/01/2016 
Beschluss:Beschlussformulierung in der Sitzung
Vorlage:  V 2016/085 
DokumenttypBezeichnungAktionen
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Beschluss:



Der Ausschuss für Kultur, Schule und Sport empfiehlt dem Rat der Stadt Borken zu beschließen:


1. Das Tennenspielfeld des SV Westfalia Gemen wird durch ein Kunstrasenspielfeld ersetzt. Die Verwaltung wird beauftragt, mit dem SV Westfalia Gemen einen Vertragsentwurf zur Umwandlung des bestehenden Tennenspielfeldes in ein Kunstrasenspielfeld am Standort Coesfelder Straße zu erarbeiten. Als Grundlage für diesen Vertragsentwurf dient die vergleichbare Vereinbarung mit der SG Borken.

Der Vertragsentwurf soll dem Ausschuss für Kultur, Schule und Sport in einer Sitzung, möglichst vor den Sommerferien 2016, zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt werden.


2. Die Verwaltung wird beauftragt, die weitere Entwicklung der Bevölkerung, der Sportvereine und insbesondere des Fußballsports, sowie den Zustand der Tennenspielfelder jährlich zu prüfen und dem Ausschuss für Kultur, Schule und Sport zu berichten.


3. Der Bau eines weiteren Kunstrasenspielfeldes oder ggf. weiterer Kunstrasenspielfelder erfolgt in Abhängigkeit von der künftigen Entwicklung des Fußballsports und der Bevölkerung in Borken.




Herr Dr. Fuhrmann erläutert ausführlich seine medienunterstützte Präsentation.


Herr Kranenburg weist darauf hin, dass auch in Gesprächen mit den Sportlern die Platzverhältnisse bei schlechten Witterungsbedingungen immer Thema seien. Aufgrund der besonders schlechten Verhältnisse liege die Priorität daher bei Westfalia Gemen.


Herr Dr. Fuhrmann erklärt, dass der Zustand der Tennenspielfelder weiter beobachtet werden müsse und weist auf das vorliegende Bodengutachten hin.


Herr Kindermann bemerkt, dass der Focus hauptsächlich auf den Trainingszeiten liege und nicht so sehr auf den Spielzeiten, die den neuen Platz noch wirtschaftlicher machen würden. Eine Entscheidung solle erst bei der nächsten Ratssitzung getroffen werden


Frau Ebbing führt aus, dass das Tennenspielfeld von Westfalia Gemen lt. Gutachten der schlechteste Platz sei, der Verein die meisten Mannschaften habe und daher Gemen das nächste Kunstrasenspielfeld erhalten solle. Zudem müssten auch die Anträge der anderen Vereine beachtet werden.


Frau Wingerter fragt, was mit den Tennenspielfeldern geschehe, wenn ein Kunstrasenspielfeld nicht gebaut werde.


Herr Nießing erklärt dazu, dass für die umfassende Sanierung eines Tennenspielfeldes vorauss. Kosten von 180.000 € bis 260.000 € entstehen würden.


Frau Wingerter beantragt das Ergebnis der Bodengutachten für die Tennenspielfelder zum Protokoll hinzuzufügen.



Hinweis:


Das Ergebnis der Bodengutachten ist der Niederschrift als Anlage 3 beigefügt.


Herr Flasche erkundigt sich, ob auch die Schulnutzung, die bei der Entscheidung für den Bau eines Kunstrasenspielfeldes bei der SG Borken eine entscheidende Rolle gespielt habe, bei den anderen Vereine ebenfalls berücksichtigt worden sei.


Herr Dr. Fuhrmann bejaht diese Frage.


Herr Flasche möchte wissen, wie die Zuführung der Kinder und Jugendlichen aus dem Wohnumfeld zum zentralen Kunstrasenspielfeld (der Variante 1 der Präsentation) erfolgen solle.


Herr Dr. Fuhrmann erklärt dazu, dass nicht die Kinder und Jugendlichen, sondern die Senioren-Mannschaften ausweichen sollten, um den Kindern und Jugendlichen mehr Kapazitäten und Trainingszeiten im Wohnumfeld einräumen zu können.


Frau Fritz-Hummelt teilt mit, dass der Fußballstandort Borken gestärkt werden müsse.


Herr Kindermann möchte wissen, ob die Nutzung des Kunstrasenspielfeldes durch andere Sportarten zugelassen werden könne.


Herr Dr. Fuhrmann erklärt hierzu, dass es sich bei dem Kunstrasen um einen monofunktionalen Rasen handele, der in der Regel nur für den Fußballsport geeignet sei. Allerdings könne auch der Schulsport in den meisten Sportarten wie bisher ausgeübt werden.


Herr Schlüter-Müller gibt zu bedenken, dass die Lebensdauer eines Kunstrasenspielfeldes lediglich 15 Jahre betrage und dass das Abtragen des Belages Sondermüll darstelle.


Herr Dr. Fuhrmann erklärt dazu, dass die Lebensdauer von der Qualität des Materials, der Nutzung und der Pflege durch den Verein abhänge. Die untere Schicht den Belages sei bis zu 50 Jahre nutzbar. Der obere Teil, der sogenannte Teppich, müsse nach rd. 15 Jahren erneuert werden, das Altmaterial werde verbrannt. Das verwendete Granulat-Sand-Gemisch werde zuvor heraus gefiltert und könne anschließend wiederverwendet werden.


Herr Schlüter-Müller erkundigt sich nach den jährlichen Unterhaltungskosten.


Herr Dr. Fuhrmann teilt dazu mit, dass mit jährlichen Pflegekosten von ca. 13.000 € (1,76 €/qm) gerechnet werden müsse. Zum Vergleich würden die jährlichen Pflegekosten für ein Tennenspielfeld bei rund 20.000 € (2,47€/qm) liegen. Nach 15 Jahren würden die Kosten für eine Teilsanierung des Kunstrasenspielfeldes ca. 100.000 € bis 200.000 € betragen.


Herr Kranenburg empfiehlt, dass eine weitere Errichtung von möglichen Kunstrasenspielfeldern Ende 2017 beraten werden sollte.


Herr Flasche erkundigt sich, wie die Teilsanierung nach 15 Jahren finanziert werden solle und von wem die Kosten getragen werden müssten.


Bürgermeisterin Schulze Hessing verweist dazu auf den mit der SG Borken geschlossenen Vertrag. Dieser Vertrag diene als Grundlage für weitere Kunstrasenspielfelder, insbesondere aktuell für Westfalia Gemen.


Frau Ebbing greift den Vorschlag von Herrn Kranenburg auf und teilt dazu mit, dass sie allerdings die Aussichten auf weitere Kunstrasenspielfelder über den Zeitraum innerhalb der nächsten 4 Jahre betrachten möchte und die Entwicklung der Vereine solle hier maßgeblich sein.



Nachdem Bürgermeisterin Schulze Hessing den Beschlussvorschlag formuliert hat, lässt der Ausschussvorsitzende Queckenstedt darüber abstimmen.





Abstimmungsergebnis: - einstimmige Annahme -