Tagesordnungspunkt

TOP Ö 7: Jugendbeteiligung in Borken - Zwischenbericht

BezeichnungInhalt
Sitzung:23.06.2015   AJF/03/2015 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Herr Friedrich stellt erneut die in der Sitzung des Ausschuss für Jugend und Familie vom 10.03.2015 erteilten drei Bausteine zum weiteren Vorgehen bei der Jugendbeteiligung in Borken vor. Diese sind:


  1. Infomaterialien zur Wissensvermittlung erstellen. Diese sollen unter anderem im Unterricht eingesetzt werden. Wichtig dabei sei der hohe lokale Bezug, ausgedrückt in der Nennung örtlicher Ansprechpartner, Institutionen und Dienste. Diese Aufgabe soll unter anderem ein Projekt für etwaige SozialarbeitspraktikantInnen sein.

  2. Ein weiterer Baustein sind ein bis zwei Projekttage in Anlehnung an die Methode der Zukunftswerkstatt mit den örtlichen Schulsprechern. Hierbei muss allerdings mit den örtlichen Schulen noch über eine teilweise Freistellung der Schüler vom Unterricht gesprochen werden. Das Ziel dabei wäre, drei bis vier jugendspezifische Themen tiefer gehend zu bearbeiten.

  3. Einbringen der Vorschläge in ein Jugendforum. Die erarbeiteten Themen sollen im Nachgang durch ein Voting beim nächsten Jugendforum bewertet werden. Die bewerteten Ergebnisse sollen dann im Jugendhilfeausschuss vorgestellt oder alternativ bereits als Abschluss des Jugendforums mit dem Ausschuss diskutiert werden. Für ein Projekt wurden 5.000,00 € zur Realisierung in Aussicht gestellt.


Herr Friedrich teilt ergänzend dazu mit, dass mit den interessierten Jugendlichen aus dem letzten Jugendforum, aber auch mit der Skaterszene weitergearbeitet werde.


Zu den vorhin genannten Bausteinen gibt Herr Friedrich folgenden Zwischenbericht/Sachstand:


  1. Für das Erstellen von Infomaterialien war vorgesehen, eine zusätzliche Praktikantenstelle in der Jugendförderung zu besetzen. Leider sagte die vorgesehene Person am 03.06.2015 den Antritt des Praktikums ab. Bislang wurde noch kein Ersatz für die Stelle gefunden. Daher ist davon auszugehen, dass sich die Erstellung von adäquaten Infomaterialien noch länger hinziehen wird.

  2. Die Einbindung der Schülersprecher wird derzeit vorbereitet. Die entsprechenden Schreiben wurden mittlerweile an die Schulen verschickt.


  1. Insbesondere durch die Arbeit der Gruppe, die aus dem letzten Jugendforum hervorgegangen ist, wurden bereits einige Themen ausgearbeitet bzw. sind in Vorbereitung. Wenn es gelingt noch ein paar Vorschläge mit den Schülersprechern zu bearbeiten, sollte das nächste Jugendforum mit genug abstimmbaren Ideen aufwarten können, so dass eventuell eine breitere Teilnahme als beim letzten Mal erreicht werden kann. Das nächste Jugendforum ist für den Zeitraum nach den Herbstferien geplant.



Auf Anfrage von Frau Fritz-Hummelt berichtet Herr Friedrich, dass mittlerweile rund 20 Jugendliche über den Verteiler (Facebook und Mail) im Alter zwischen 15 – 18 Jahren in einer Arbeitsgruppe organisiert sind.

Es wurde versucht, das Thema Jugendbeteiligung sowohl durch die Jugendförderung, als auch durch einige Gruppenteilnehmer breiter zu streuen.


Die Gruppe diskutiere zurzeit folgende Schwerpunkte:


  1. Sportentwicklungsplanung (SEP) Borken

    Mit Hinblick auf die SEP in Borken sehen die Jugendlichen noch Beteiligungspotential. Neben einer allgemeinen Perspektive wollen die Jugendlichen konkret einen Vorschlag in das nächste Jugendforum einbringen, eine Außenfitnessanlage in Borken zu errichten (analog zu Weseke). Daneben wurde bemängelt, dass der neue Bolzplatz Breslauer Straße nur für Kinder bis 16 Jahre zur Verfügung steht. Hier gab es einen ersten Impuls, einen vergleichbar attraktiven Platz im Umfeld des Jugendhauses entstehen zu lassen, dann aber auch für Jugendliche und junge Erwachsene.

  2. Nah- bzw. Fernverkehr in Borken

    Zurzeit arbeitet ein Teilnehmer eine genaue Aufstellung der Probleme der Verkehrsanbindungen aus Sicht von Jugendlichen aus.

  3. Stadtplanung in Borken

    Im Zuge eines Treffens wurde einer der Borkener Stadtplaner eingeladen. Generell standen die Themen Stadtentwicklung und die möglichen Beteiligungswege im Vordergrund.

  4. Erweiterung des Teilnehmerkreises

    Die Schülerzeitung des Gymnasiums wird in das Thema in Form einer Berichterstattung über die Treffen eingebunden.


Ziel sei es, im nächsten Schritt eine Arbeitsgruppe der Schülersprecher zu etablieren, damit genug konkrete Themen für ein attraktives Jugendforum zusammenkommen. Der dafür benötigte hauptamtliche Support wird allerdings auch nach einer ersten Phase nicht wirklich kleiner werden, da bereits jetzt abzusehen sei, dass die aktiven Akteure sehr oft wechseln werden.