Tagesordnungspunkt

TOP Ö 3: Schulentwicklungsplanung in Kooperation mit der Gemeinde Raesfeld

BezeichnungInhalt
Sitzung:24.06.2015   RAT/04/2015 
Beschluss:ungeƤndert beschlossen
Vorlage:  V 2015/136 
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Beschlussvorschlag:


Der Rat der Stadt Borken beschließt:


  1. Die Verwaltung wird beauftragt alles Notwendige in die Wege zu leiten, um in der Stadt Borken eine sechszügige Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe als Ganztagsschule mit einem Teilstandort in der Gemeinde Raesfeld (dreizügig) mit Beginn des Schuljahres 2016/2017 einzurichten. Sie soll im Gebäude der jetzigen Remigiushauptschule in Borken als Hauptstandort und im Gebäude der Alexanderschule in Raesfeld als Teilstandort starten.

  2. Als Folge würde die Remigiushauptschule beginnend mit dem Schuljahr 2016/2017 auslaufend aufgelöst.

    Die Verwaltung wird beauftragt, gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung Raesfeld Lösungsvorschläge, insbesondere hinsichtlich der räumlichen Unterbringung in Verbindung mit dem Auslaufen der Remigiushauptschule zu erarbeiten und die notwendigen Abstimmungsgespräche mit der Bezirksregierung zu führen.

  3. Die Verwaltung wird beauftragt, Stellungnahmen der Nachbarschulträger der Stadt Borken und der Gemeinde Raesfeld (Städte Dorsten, Hamminkeln, Rhede und Velen, Gemeinden Schermbeck, Heiden und Südlohn) und der weiteren Träger von Schulen im Stadtgebiet Borken (Träger Berufskolleg, Förderschule, Gymnasium Mariengarden, Schönstätter Marienschule und Montessorischule) einzuholen.

  4. Die Verwaltung wird beauftragt, mit dem Planungsbüro Bildung und Region (biregio) jeweils eine Elterninformationsveranstaltung in Borken und Raesfeld und eine Elternbefragung der Grundschulkinder der Klassen 1 bis 4 ab Schuljahr 2015/2016 durchzuführen.

  5. Die Verwaltung wird beauftragt, die Form der Trägerschaft einer künftigen Gesamtschule mit Dependance in Raesfeld und damit mögliche organisatorische und finanzielle Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit zu klären (Zweckverband oder öffentlich-rechtliche Vereinbarung)

  6. Nach Abschluss des Beteiligungsverfahrens der Nachbarkommunen und dem Vorliegen der Ergebnisse der Elternbefragung in der Stadt Borken und der Gemeinde Raesfeld, werden die Stellungnahmen und das Befragungsergebnis in der nächsten Ratssitzung zur weiteren Entscheidung vorgelegt.


Bürgermeister Lührmann verweist auf die vorangegangene heutige Sitzung in der Stadthalle Vennehof.


Stv. Richter sieht die Entwicklung der Zusammenlegung positiv und sieht in Bezug auf die Gesamtschule für die Zukunft von Borken und Raesfeld einen großen Gewinn.


Stv. Fritz-Hummelt stimmt auch für diese Entwicklung, da die Remigiusschule weiter bestehen soll aber steht der Zusammenlegung auch kritisch gegenüber, da vor drei Jahren die Chance eine Gesamtschule in Borken einzurichten, verpasst wurde. Sie befürchtet viele Fahrwege für Schüler und Lehrer.


Bürgermeister Lührmann weist Vorwurf der verpassten Chance zurück, da vor drei Jahren nur mit den Borkener Schülern gerechnet werden hätte dürfen.


Stv. Börger teilt mit, dass Herr Krämer-Mandeau die Schullandschaft im Kernbereich von Borken sehen würde und bittet deswegen darum, dass die Schulbuslinien zu den Ortsteilen nicht zugunsten der neuen Gesamtschule eingeschränkt werden.


Erste Beigeordnete Schule Hessing erläutert, dass Herr Krämer-Mandeau mit dem Kernbereich Borken auch die Ortsteile meinte. Die Schülerbeförderung ist generell ein wichtiges Thema und hier wird an einer ständigen Verbesserung der Qualität gearbeitet.


Stv. Kindermann bittet darum, dass das Auslaufen möglichst verträglich ablaufen soll.


Stv. Gliem weist auf den Erfolg der Gesamtschule Niederzier/Merzenich hin.


Erste Beigeordnete Schulze Hessing legt dar, dass die Zusammenlegung eine große Herausforderung sein wird und ein Profil geschaffen werden muß, dass Eltern überzeugt.


Stv. Ebbing bestätigt dies und weist darauf hin, dass der Gewinn der Eltern eine schwierige Aufgabe sei, da es sich nun um eine Ganztagsschule handeln würde.


Erste Beigeordnete Schulze Hessing informiert darüber, dass ein neuer gemeinsamer Termin mit der Gemeinde Raesfeld nicht an einem Sitzungstag des Rates der Stadt Borken möglich sei. Als Termin wird der 28.09.2015 um 16:00 Uhr in der Stadthalle Vennehof vorgeschlagen. An diesen Termin anschließend würde eine Ratssitzung stattfinden. Hierzu wird es aber noch eine gesonderte Nachricht geben.


Abstimmungsergebnis:


Einstimmige Annahme bei:

33 Ja-Stimmen

1 Nein-Stimmen

1 Enthaltung