Tagesordnungspunkt

TOP Ö 3: Bauvorhaben der WohnBau Westmünsterland eG im Bereich der Burloer Straße, Antrag auf Änderung des Bebauungsplanes BO 27 (An der Femeiche), 1. Änderung

BezeichnungInhalt
Sitzung:19.03.2014   UPA/03/2014 
Beschluss:geändert beschlossen
Vorlage:  V 2014/069 

Beschluss:


Die Planungen der WohnBau Westmünsterland eG im Plangebiet des Bebauungsplanes BO 27 (An der Femeiche) zur Errichtung von sechs dreigeschossigen Gebäuden mit Flachdach und Tiefgarage soll unter Beteiligung der Öffentlichkeit ergebnisoffen weiter geführt werden.


Des Weiteren soll eine Ortsbesichtigung durchgeführt werden sowie ein Verkehrsgutachten erstellt werden.




Bürgermeister Lührmann und Stv. Kranenburg erklären sich als befangen.


Vorsitzender Rottbeck erläutert anhand des Anschreibens der Nachbarschaft einige Bedenken der Anwohner.


Fachbereichsleiter Schnelting ergänzt, dass die Thematik bezüglich der Anwohner mit der Wohnbau erörtert wurde. Es solle frühzeitig eine Anliegerversammlung stattfinden.


Herr Bastian (Peter Bastian Architekten BDA) stellt anhand der als Anlage beigefügten Präsentation (Anlage 01 – Präsentation Wohnbau) die Planungen vor.


Stv. Richter merkt an, dass nachbarschaftliche Aspekte berücksichtigt werden müssen und die Nachbarschaft solle frühzeitig verbindlich mit eingebunden werden. Zudem möchte Stv. Richter wissen wie sich die Anzahl der Wohnung vom ersten zum zweiten Entwurf verändert habe, ob die vorgestellte Architektur in Borken an der richtigen Stelle stehe und welche Auswirkungen das Bauvorhaben auf die Verkehrssituation haben könne.


Herr Bastian erklärt, dass der erste Entwurf 42 Wohnungen vorgesehen habe, der aktuelle 48. Da jetzt auch eine Tiefgarage vorgesehen sei, bietet es sich aus wirtschaftlichen Gründen an, auch die Anzahl der Wohnungen zu erweitern. Die Tiefgarage habe eine getrennte Ein- und Ausfahrt, was für die Verkehrssituation die beste Variante sei.


Stv. Richter möchte wissen, wie sich das vorgestellte Bauvorhaben auf der Burloer Straße auf die Verkehrssituation auswirke.


Herr Bastian erläutert, dass sich die Anzahl der Autos nur gering erhöhen werde.


Herr Dr. Jägering (WohnBau Westmünsterland eG) ergänzt, dass das Verkehrsproblem durch die getrennte Ein- und Ausfahrt optimal gelöst sei und somit kein Rückstau zustande komme. Es werde mehr Stellplätze in der Tiefgarage geben als Wohnungen. Zudem würden vor den Gebäuden Besucherstellplätze angelegt.


Stv. Ebbing gibt an, dass in der Umgebung alle Häuser ein Satteldach haben. Das Bauvorhaben sei nicht für das Gebiet geeignet. Zudem beantragt Stv. Ebbing eine frühzeitige Beteiligung der Bürger.


Stv. Gliem beantragt eine Ortsbesichtigung sowie ein Verkehrsgutachten, wie sich das Bauvorhaben auf die Burloer Straße auswirken werde. Des weiteren solle kein Beschluss gefasst werden.


Stv. Bunse stellt fest, dass der zuletzt gezeigte Entwurf in seiner Fraktion keine Zustimmung finde, da das Bauvorhaben zu viel Wohnungen habe. Die Bürger seien frühzeitig zu beteiligen und ein Beschluss könne heute nicht gefasst werden.


Stv. Queckenstedt bedauert die aktuelle Situation. Die Objekte seien schon leer gezogen, obwohl gerade in diesem Stadtbereich noch altes Borkener Leben vorhanden sei. Durch das Bauvorhaben komme es zu einer zu starken Verdichtung mit zu viel Verkehr. Die Bebauung solle sich der tatsächlichen Situation anpassen sowie bebauungsplankonform sein. Die Bürger seien frühzeitig zu beteiligen.


Herr Dr. Jägering teilt mit, dass Flachdachgebäude zu oft mit älteren Gebäuden aus den sechziger Jahren verglichen werden. Es gebe auch genug Häuser mit einem Satteldach, welche nicht attraktiv seien. Zudem habe Borken schon einige attraktive Häuser mit einem Flachdach. Ein Erhalt der aktuellen Gebäude sei nicht wirtschaftlich.


Herr Bastian ergänzt, dass eine Sanierung annähernd so viel koste wie ein Neubau. Die Energieeinsparverordnung verhindere einen Erhalt.


Stv. E. Kindermann merkt an, dass die Bevölkerung mit einzubeziehen sei. Die Gebäude der Wohnbau an der Hawerkämpe seien in einem sehr schlechten Zustand. Der Erhalt von Bestandsimmobilien müsse einem Neubau vorgezogen werden.


Stv Richter erklärt, dass die Bevölkerung nach §3 BauGB frühzeitig zu beteiligen sei.


Fachabteilungsleiter Dahlhaus ergänzt, dass zwei Varianten möglich seien. Entweder könne die Öffentlichkeit im Rahmen eines Aufstellungsverfahren zum Bebauungsplan beteiligt werden oder die Öffentlichkeit werde vor dem förmlichen Verfahren beteiligt.


Stv. Bleker fordert, über die bisher gestellten Anträge abzustimmen.


Vorsitzender Rottbeck erläutert die gestellten Anträge sowie den geänderten Beschluss.




Abstimmungsergebnis:


Annahme mit 19 Ja-Stimmen,

0 Nein-Stimmen und

0 Enthaltungen


Stv. Kranenburg hat an der Beratung der Abstimmung nicht teilgenommen, da er sich gemäß §31 Gemeindeordnung NRW als befangen erklärt hat.