Tagesordnungspunkt

TOP Ö 1: Bürgerantrag des Herrn Markus Passerschröer und weiterer Anlieger in Borkenwirthe und Hoxfeld vom 12.07.2000 bezüglich Genehmigung von Windkraftanlagen (siehe HFA/06/2000, V 2000/0164-01)

BezeichnungInhalt
Sitzung:27.09.2000   UPA/07/2000 
Beschluss:ungeändert beschlossen
Vorlage:  V 2000/0181-01 
DokumenttypBezeichnungAktionen
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Der Ausschuss nimmt die Ausführungen zustimmend zur Kenntnis.

 

 


Amtsleiter Klein-Bösing erläutert ausführlich die Verwaltungsvorlage und weist darauf hin, dass sich an dem Sachstandsbericht vom 10.05.00 hinsichtlich der Errichtung von Windkraftanlagen (WKA) nichts geändert habe. Zurzeit lägen 15 Anträge für die Errichtung von WKA vor. Die Bauvoranfragen seien jedoch teilweise unvollständig. So seien von den Antragstellern noch Gutachten zu den Themen Schall und Schattenwurf sowie Umweltverträglichkeitsprüfungen beizubringen.

 

Vorsitzender Flinks teilt mit, dass noch ein weiterer Bürgerantrag für den Bereich Marbeck und ein Anliegerschreiben eingegangen sei. Diese Anträge müssten jedoch noch geprüft werden. Über das Ergebnis dieser Prüfung werde in der nächsten Sitzung berichtet. Dazu teilt Amtleiter Klein-Bösing mit, dass am heutigen Tage eine Umweltverträglichkeitsprüfung eingegangen sei, die auch den Bereich Marbeck-Heiden betreffe. Die Umweltverträglichkeitsprüfung werde öffentlich ausgelegt. Die Schallschutzgutachten und Schattenprognosen können ebenfalls bei der Stadt einsehen werden.

 

Stadtverordneter Hesse fragt nach, ob die Stadt Borken eine Möglichkeit der Einflussnahme hinsichtlich der Eignungszonen im Gebietsentwicklungsplan habe und Technischer Beigeordneter Höving führt dazu aus, dass die Eignungsflächen für die Errichtung von WKA auf Empfehlung des Bezirksplanungsrates im GEP ausgewiesen worden seien. Die vorhandenen Flächen seien jedoch vom Zuschnitt sehr schmal gestaltet worden. Diese Tatsache wurde von Seiten der Stadt Borken kritisiert; vom Bezirksplanungsrat in der Abwägung jedoch nicht berücksichtigt. Diese im GEP dargestellten Eignungszonen waren auf der Ebene des Flächennutzungsplanes nicht mehr konkretisiert worden, da man über die Eignungsgrenzen hinaus keine weiteren Flächen rechtlich hätte darstellen dürfen.

 

Stadtverordneter Stork bemerkt, dass eine WKA, die 1,5 mal so hoch sei wie der Kirchturm, zu einer Beeinträchtigung der Lebensqualität führe und 90 % der Marbecker Bevölkerung gegen die Errichtung einer WKA seien.

 

Bürgermeister Lührmann führt dazu aus, dass natürlich im Einzelfall gegen eine Baugenehmigung Widerspruch und Klage erhoben werden könne.