Tagesordnungspunkt

TOP Ö 11: Weitere geplante Bauvorhaben der Fa. Cluse Bau GmbH im Planbereich des Bebauungsplanes BO 48 (Wohnen am Park)

BezeichnungInhalt
Sitzung:13.03.2013   UPA/03/2013 
Beschluss:zur├╝ckgestellt
Vorlage:  V 2013/037 

Beschluss:


- zurückgestellt -




Fachabteilungsleiter Dahlhaus stellt ergänzend zur Vorlage das Vorhaben der Firma Cluse Bau GmbH dar.


Stadtverordneter Kindermann lehnt das vorgestellte Vorhaben ab, da das angesprochene Areal zur Realisierung eines Generationenwohnprojektes angedacht sei. Bereits vor geraumer Zeit habe man einen Besuchstermin für ein entsprechendes Projekt in Dortmund vereinbaren wollen. Dazu sei es jedoch bislang nicht gekommen. Man dürfe in Borken zu diesem Thema nicht so einfach die Flinte ins Korn werfen. Man müsse nach wie vor daran arbeiten, Menschen unterschiedlichen Alters, mit jeweils unterschiedlichem Budget und ihrer jeweiligen speziellen Lebenssituation zusammenzuführen und ihnen ein Wohnangebot bieten.

Ergänzend verweise er darauf, dass seinerzeit, im Rahmen der Vorstellung des Bierbaumprojektes, Herr Dahlhaus das Gelände als ideales Areal für das Projekt Generationenwohnen bezeichnet habe.

Er appelliere daher an die Ausschussmitglieder aktuell noch keine Vergabe zu beschließen, sondern die ausstehende Besichtigung abzuwarten und erst danach eine Entscheidung zu treffen.


Bürgermeister Lührmann erläutert, dass Grund für die Vorlage das konkrete Interesse der Firma Cluse am Erwerb dieser Flächen sei und selbst mit einem Verkauf von Flächen das Thema Generationenwohnen in Borken damit nicht ausgeschlossen werde. Für die Realisierung derartiger Projekte stünden in Borken noch weitere Areale zur Verfügung.


Stadtverordneter Kohlruss sieht ebenfalls Alternativstandorte zur Realisierung von generationenübergreifenden Wohnformen und ergänzt, dass das Kaufpreisniveau im Bereich des ehemaligen Bierbaumstandortes eine wirtschaftliche Umsetzung deutlich infrage stelle.

Er stelle daher den Antrag, zunächst das vorgeschlagene Wohnprojekt in Dortmund zu besichtigen und daran anschließend die Veräußerung an die Firma Cluse erneut im Ausschuss zu beraten.


Stadtverordneter Kranenburg gibt zu bedenken, dass für die Umsetzung eines Generationenwohnprojektes auch die entsprechende Zielgruppe vorhanden sein müsse, die die Umsetzung forciere. Allein die gute Idee reiche zur Realisierung nicht aus.


Stadtverordnete Krüger schlägt vor, ggfs. Auch entsprechende Projekte in den Niederlanden zu besichtigen. Grundsätzlich müsse man jedoch zunächst entsprechende Projekte ansehen, bevor man einen Beschluss in der Sache fasse.


Stadtverordneter Niemeyer betont, dass die seitens seiner Fraktion gemachte Kritik sich nicht gegen die Firma Cluse richte.


Bürgermeister Lührmann fasst zusammen, dass man noch vor der Sommerpause einen Besichtigungstermin in Dortmund vereinbaren werde. Allein eine Besichtigung bedeute noch nicht, dass für Generationenwohnen in Borken auch ein Investor vorhanden sei. Eine Entscheidung dürfe nicht zu lange in die Zeit gesetzt werden.


Fachbereichsleiter Schnelting ergänzt, dass man im Hinblick auf die Interessenlage der Firma Cluse nicht vergessen dürfe, dass dieser aufgrund ihrer Bautätigkeit im Quartier derzeit die Kunden einfach zulaufen. Ob dieses auch dann noch so sei, wenn der Beschluss zeitverzögert gefasst werde, sei nicht sicher.


Vorsitzender Rottbeck greift den Antrag auf Besichtigung eines Referenzprojektes auf und schlägt vor, wie fraktionsübergreifend bereits geäußert, heute keinen Beschluss zu fassen.