Tagesordnungspunkt

TOP Ö 3: Bahnhofstraße/Kreisverkehrsplatz Heidener Straße/Wilbecke
- Ergänzende Planung - V o r t r a g

BezeichnungInhalt
Sitzung:19.09.2012   UPA/07/2012 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Herr Laffin erläutert anhand einer Präsentation (s. Anlage) die zum Kreisverkehr Wilbecke durchgeführte verkehrstechnische Untersuchung zur Verkehrssicherheit und zur Leistungsfähigkeitsbetrachtung.


Stadtverordneter Kindermann nimmt Bezug auf die Präsentation und stellt insbesondere die als Grundidee postulierte Entlastung der Ahauser Straße infrage. Aus seiner Sicht müsse auch die Bahnhofstraße nicht zwingend zweispurig ausgebaut werden. Unsinnig sei zudem einen zweistreifigen Kreisverkehr darzustellen, diesen jedoch mit einer einstreifigen Ausfahrt zu versehen. Er bitte insoweit um nähere Erläuterungen.


Herr Timm (Ingenieurbüro nts) informiert, dass die zweispurige Befahrbarkeit des Kreisverkehres dazu diene, einen besseren Verkehrsfluss zu gewährleisten. So sei es möglich, an ausfahrenden Fahrzeugen, die vor den bevorrechtigten Überwegen warten, innerhalb der Kreisfahrbahn vorbeizuziehen.

So ergebe sich ein besserer Ablauf ohne negative Einflüsse auf die Verkehrssicherheit.


Hinsichtlich der Entlastung der Ahauser Straße sei von einer Reduzierung von 80 KFZ/Stunde auszugehen.

Ergänzend erläutert Bürgermeister Lührmann, dass die Verkehrsdichte im Bereich Kreisverkehr in etwa gleich bleibe, man jedoch auf der Ahauser Straße eine Entlastung auslöse.


Stadtverordnete Gliem bezweifelt, dass die geplante Maßnahme keinen Einfluss auf den Verkehr in der Wilbecke habe. Aus ihrer Sicht sei es naheliegend, dass die Verkehre aus dem Bereich Hovesath und von der B 67 die Wilbecke als Verbindung zum Gewerbegebiet nutzen werden. Die vorgestellte Berechnung sei nicht plausibel.


Herr Laffin erläutert, dass neben der Verkehrszählung auch eine Befragung der Verkehrsteilnehmer erfolgt sei, und somit von verlässlichen Prognosen auszugehen sei.


Stadtverordnete Gliem äußert sich überrascht darüber, dass die derzeitige Verkehrsfläche bereits heute ein Verkehrsproblem darstelle.


Hierzu erklärt Stadtverordnete Ebbing, dass der aktuelle Handlungsbedarf doch deutlich geworden sei.


Stadtverordneter Bunse fasst für seine Fraktion zusammen, dass man nichts Neues erfahren habe.

Man gehe zwar von einer Entlastung der Ahauser Straße aus, könne diese jedoch nur durch eine Belastung der Bahnhofstraße und des Kreisverkehrs erreichen.


Diesem Einwand hält Herr Timm entgegen, dass die Kreisverkehrsplanung erheblich überarbeitet worden sei. So sei die Anlage nunmehr deutlich größer und verfüge neben einer breiteren Fahrbahn über umlaufende Radwege.

Grundsätzlich sei der dargestellte Handlungsbedarf nicht durch die Planungen zur Bahnhofstraße ausgelöst worden. Es sei vielmehr so, dass der bisherige Kreisverkehr sich zusehends zu einem Unfallhäufungsschwerpunkt entwickele.

Hier gehe es darum, im Wege eines Mitnahmeeffektes die Verlängerung der Bahnhofstraße zu realisieren und gleichzeitig diesen Problempunkt zu beseitigen.


Stadtverordneter Richter richtet an Herrn Timm die Frage, ob dieser die vorgestellte Planung als das „Non-Plus-Ultra“ betrachte.

Herr Timm bestätigt, dass dies nach seiner Überzeugung so sei.


Stadtverordneter Richter bittet ergänzend um Informationen zur Konfliktsituation des Kreisverkehrs zur Tiefgarage an der Heidener Straße und zur Flächenverfügbarkeit im direkten Bereich der „Bierbaumvilla“.


Herr Timm informiert, dass die vorgestellte aktualisierte Planung keine Veränderung hinsichtlich der Lage der Tiefgarage erfahren habe. Hinsichtlich der in Zusammenhang mit der „Bierbaumvilla“ geäußerten Denkmalschutzprobleme sei er der Ansicht, dass die Bedürfnisse des Denkmalschutzes hinter denen der Verkehrssicherheit zurückstehen müssten.


Technischer Beigeordneter Pfeffer verweist darauf, dass entsprechende Gespräche mit der Denkmalbehörde noch zu führen seien. Dieser Hinweis wird von Fachbereichsleiter Schnelting ergänzt um die Feststellung, dass auch mit dem Eigentümer noch entsprechende Gespräche zu führen seien.


Stadtverordnete Kindermann fasst zusammen, dass man in der Rückschau wohl feststellen müsse, dass man die Radverkehrsproblematik beim Kreisverkehr nicht ausreichend bewertet habe. Weiterhin habe man aus ihrer Sicht die Wohnbauentwicklung in Borken nicht ausreichend in den Blick genommen. In der Rückschau sei die damalige Planung nicht nachvollziehbar.


Fachbereichsleiter Bücker entgegnet, dass in die Überlegungen sehr wohl die Wohnquartiersentwicklung eingeflossen sei, und diese die Wilbecke nicht noch zusätzlich belaste, da dieser Straßenzug bereits seine Kapazitätsgrenze erreicht habe. Eine Straße mit einer solchen Verkehrsdichte werde erfahrungsgemäß nicht mehr als attraktive Alternative gesehen, sondern vielmehr gemieden.