Tagesordnungspunkt

TOP Ö 11: Beratung über die Anregungen sowie Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan BO 22 (An der Nathe) (UPA 01/1999, Top 5)

BezeichnungInhalt
Sitzung:10.11.1999   RAT/02/1999 
Beschluss:ungeändert beschlossen
Vorlage:  V 1999/0011-01 
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Beschluss:

 

a)   Über die Anregungen wird wie folgt entschieden:

 

1)           Schreiben der Anwaltssozietät Bohnenkamp vom 04.11.1998 für Frau Renate Niehues

 

              Frau Renate Niehues, Robert-Koch-Straße 16, 46325 Borken, hat uns mit der Wahrnehmung ihrer Interessen im Zusammenhang mit dem vorliegenden Antrag auf Änderung des Bebauungsplanes BO 22 beauftragt; eine auf uns lautende Vollmacht ist in der Anlage beigefügt.

 

              Im Namen unserer Mandantin widersprechen wir einer Änderung des Bebauungsplanes BO 22; die beantragte Änderung würde erheblich die Interessen unserer Mandantin beeinträchtigen.

 

1.   Eine zusätzliche Bebauung des südlich gelegenen Grundstücks (Parzelle 668) wird zu einer erheblichen Sichtbeeinträchtigung für die Benutzer des Grundstücks unserer Mandantin führen.

 

2.   Weiterhin wird der Lichteinfall bei südlich stehender Sonne erheblich beeinträchtigt und wird zu Schattenbildungen auf dem Grundstück unserer Mandantin führen.

 

3.   Das Haus unserer Mandantin verfügt nach Süden hin über ein sehr großes Wohnzimmerfenster; bei zusätzlicher Bebauung des südlich gelegenen Grundstücks wäre eine volle Einsichtsmöglichkeit nicht nur in das Grundstück unserer Mandantin, sondern auch in den Wohnbereich des Hauses unserer Mandantin gegeben.

 

4.   Weiterhin würde die Veränderung der bisherigen Baugrenze zu einer sicherlich unerwünschten Verdichtung der Bebauung in dieser Gegend führen.

 

Aus den vorgenannten Gründen widerspricht unsere Mandantin der beabsichtigten Änderung des Bebauungsplanes.

 

 

Beschluss:

 

Durch die Landesbauordnung werden die erforderlichen Grenzabstände geregelt. Diese sind nachbarschützend. Der weitergehende Anspruch auf z. B. freie Sicht, mögliche Schattenbildung oder Einsichtnahme kann hieraus nicht abgeleitet werden.

 

Gemäß § 1 a BauGB soll mit Grund und Boden sparsam und schonend umgegangen werden, dabei sind die Bodenversiegelungen auf das notwendige Maß zu begrenzen.

 

Dieser Forderung wird die beabsichtigte Erweiterung gerecht.

 

Aufgrund der Lage des Baukörpers auf dem Grundstück ist eine anderweitige Erweiterung nicht sinnvoll und vertretbar.

 

Unter Abwägung der nachbarlichen Anregungen ist dem Antrag zur Verlegung der Baugrenze im Rahmen einer vertretbaren Hauserweiterung der Vorrang einzuräumen.

 

 

b)           Die Begründung des Bebauungsplanes BO 22 (An der Nathe)
        vom 11.10.1999

              - Begründung gemäß § 9 Abs. 8 BauGB - wird beschlossen.

     

  

c)           Der Bebauungsplan BO 22 (An der Nathe) wird gemäß § 10 Abs. 1 BauGB in der Fassung der Bekanntmachung vom 27.08.1997 (BGBl. I S. 2141), zuletzt geändert durch Artikel 4 des Gesetzes vom 15.12.1997 (BGBl. I S. 2902), in Verbindung mit den §§ 7 und 41 der GO NW in der Fassung der Bekanntmachung vom 14.07.1994 (GV. NW S. 666), zuletzt geändert durch Artikel 3 des Gesetzes vom 17.12.1997 (GV. NW S. 458), als Satzung beschlossen.

 


 


Abstimmungsergebnis:

 

Einstimmige Annahme